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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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ihn zu verschiedenen Malen trepanirtcn »nd ihm mehrere Knochenaus dem Gehirn nahmen: doch alle Kunst war, durch eine unbe-greifliche Schickung des Himmels, vergeblich; er erstand nur seltenan der Hand Elvirens, die seine Mutter zu seiner Pflege herbcige-rnfen hatte, und nach einem dreijährigen höchst schmcrzenvollen Kran-kenlager, während dessen das Mädchen nicht von seiner Seite wich,reichte er ihr noch einmal freundlich die Hand und verschied.

Piachi, der mit dem Hanse dieses Herrn in Handelsverbindun-gen stand, und Elviren eben dort, da sic ihn pflegte, kennen gelerntund zwei Jahre darauf geheirathet halte, hütete sich sehr seinen Na-men vor ihr zu nennen oder sic sonst an ihn zu erinnern, weil erwußte, daß es ihr schönes »nd empfindliches Gemnth aus das hef-tigste bewegte. Die mindeste Veranlassung, die sic auch nur von fernan die Zeit erinnerte, da der Jüngling für sie litt und starb, rührtesie immer bis zu Thräncn, und alsdann gab cs keinen Trost undkeine Beruhigung für sie; sie brach, wo sie auch sein mochte, auf, undkeiner folgte ihr, weil man schon erprobt hatte, daß jedes andereMittel vergeblich war, als sie still für sich in der Einsamkeit ihrenSchmerz ausweinen zu lassen. Niemand außer Piachi kannte dieUrsache dieser sonderbaren und häufigen Erschütterungen, denn nie-mals, so lange sie lebte, war ein Wort, jene Begebenheit betreffend,über ihre Lippen gekommen. Man war gewohnt sie ans Rechnungeines überreizten Nervensystems zu setzen, das ihr ans einem hitzigenFieber, in welches sie gleich nach ihrer Verheirathnng verfiel, zurück-geblieben war, und somit allen Nachforschungen über die Veranlassungderselben ein Ende zu machen.

Einstmals war Nicolo mit jener Lavier« Tartini, mit welcherer trotz des Verbots des Vaters die Verbindung nie ganz anfgcge-ben hatte, heimlich und ohne Vorwissen seiner Gemahlin, unter derVorspiegelung, daß er bei einem Freund eingeladen sei, ans deinCarneval gewesen und kam in der Maske eines genuesischen Ritters,