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Der Findling.
des Güterhändler«, ob es dem Jungen wohl erlaubt wäre einzu-sieigen, lächelten und versicherten, daß er Gottes Sohn wäre undniemand ihn vermissen würde; so hob ihn Piachi in einer großenBewegung in den Wagen, und nahm ihn an seines Sohnes stattmit sich nach Roni.
Ans der Straße vor den Thoren der Stadt sah sich der Land-mäkler den Jungen erst recht an. Er war von einer besondern etwasstarren Schönheit, seine schwarzen Haare hingen ihm in schlichtenSpitzen von der Stirn herab, ein Gesicht beschattend, das ernst undklug, seine Mienen niemals veränderte. Der Alte that mehrereFragen an ihn, worauf jener aber nur kurz antwortete; ungesprächigund in sich gekehrt saß er, die Hände in die Hosen gesteckt, im Win-kel da, und sah sich mit gedankenvoll scheuen Blicken die Gegenständean, die an dem Wagen vorüberflogen. Von Zeit zu Zeit holte ersich mit stillen und geräuschlosen Bewegungen eine Handvoll Nüsseaus der Tasche, die er bei sich trug, und während Piachi sich dieThränen vom Auge wischte, nahm er sie zwischen die Zähne undknackte sie auf.
In Rom stellte ihn Piachi unter einer kurzen Erzählung desVorfalls Elvircn, seiner jungen trefflichen Gemahlin vor, welche sichzwar nicht enthalten konnte, bei dem Gedanken an Paolo, ihren klei-nen Stiefsohn, den sie sehr geliebt hatte, herzlich zu weinen; gleich-wohl aber den Nicolo, so fremd und steif er auch vor ihr stand, anihre Brust drückte, ihm das Bette, worin jener geschlafen hatte, znmLager anwies, und sämmtliche Kleider desselben zum Geschenk machte.Piachi schickte ihn in die Schule, wo er Schreiben, Lesen und Rechnenlernte, und da er auf eine leicht begreifliche Weise den Jungen in demMaaße lieb gewonnen, als er ihm theuer zu stehen gekommen war, soadoptirte er ihn mit Einwilligung der guten Elvire, welche von demAlten keine Kinder mehr zu erhalten hoffen konnte, schon nach we-nigen Wochen als seinen Sohn. Er dankte späterhin einen Commis