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Die Verlobung in St. Domingo.
sich zu setzen, worauf Toni sich neben ihm an der Tafel niederlicß,und mit aufgcstützten Armen, während der Fremde aß, in sein Ant-litz sah. Der Fremde fragte sie, wie alt sie wäre und wie ihre Va-terstadt hieße? worauf die Mutter das Wort nahm und ihm sagte:daß Toni vor fünfzehn Jahren ans einer Reise, welche sie mit derFrau des Herrn Villencnve, ihres vormaligen Prinzipals, nach Eu-ropa gemacht hätte, in Paris von ihr empfangen und geboren wor-den wäre. Sie setzte hinzu, daß der Neger Komar, den sie nachhergcheirathct, sie zwar an Kindes statt angenommen hätte, daß ihrVater aber eigentlich ein reicher Marseillcr Kaufmann, Namens Ver-trank wäre, von dem sie anch Toni Bertrand hieße. — Toni fragteihn, ob er einen solchen Herrn in Frankreich kenne. Der Fremdecrwiederte: nein! das Land wäre groß, und während des kurzenAnsenthalts, den er bei seiner Einschiffung nach Westindien daringenommen, sei ihm keine Person dieses Namens vorgekommen. DieAlte versetzte, daß Herr Bertrand anch nach ziemlich sicheren Nach-richten, die sie cingezogen, nicht mehr in Frankreich befindlich sei.Sein ehrgeiziges und aufstrebendes Gemüth, sprach sie, gefiel sich indem Kreis bürgerlicher Thätigkeit nicht; er mischte sich beim Aus-bruch der Revolution in die öffentlichen Geschäfte, und ging imJahre 1795 mit einer französischen Gesandtschaft an den türkischen Hof,von wo er meines Wissens bis diesen Augenblick noch nicht zurück-gekehrt ist. Der Fremde sagte lächelnd zu Toni, indem er ihre Handfaßte, daß sie ja in diesem Falle ein vornehmes und reiches Mäd-chen wäre. Er munterte sic ans, diese Vortheile geltend zu machen,und meinte, daß sie Hoffnung hätte, noch einmal an der Hand ihresVaters in glänzendere Verhältnisse, als in denen sie jetzt lebte, ein-gefllhrt zu werden! Schwerlich, versetzte die Alte mit unterdrück-ter Empfindlichkeit. Herr Bertrand läugnete mir während meinerSchwangerschaft zu Paris, aus Schaam vor einer jungen reichenBraut, die er heirathen wollte, die Vaterschaft zu diesem Kinde vor