Die Marquise von O....
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zur Taufe desselben eiugeladen warb. Die Gräfin, die mit Tep-pichen bedeckt ans dem Wochenbette saß, sah ihn nnr ans einen Au-genblick, da er unter die Thür trat, und sie von weitem ehrfurchts-voll grüßte. Er warf unter den Geschenken, womit die Gäste denNengebornen bewillkommten, zwei Papiere ans die Wiege desselben,deren eines, wie sich nach seiner Entfernung answies, eine Schenkungvon 20000 Rubel an den Knaben, und das andere ein Testamentwar, in dem er die Mutter, falls er stürbe, zur Erbin seines ganzenVermögens cinsetzte. Von diesem Tage an ward er ans Veranstal-tung der Frau von G.,.. öfter eingeladen; das Haus stand seinemEintritt offen, es verging bald kein Abend, da er sich nicht daringezeigt hätte. Er fing, da sein Gefühl ihm sagte, daß ihm vonallen Seiten um der gebrechlichen Einrichtung der Welt willen ver-ziehen sei, seine Bewerbung um die Gräfin seine Gemahlin vonneuem an, erhielt nach Verlauf eines Jahres ein zweites Jawortvon ihr, und auch eine zweite Hochzeit ward gefeiert, froher als dieerste, nach deren Abschluß die ganze Familie nach V... hinanszog.Eine ganze Reihe von jungen Russen folgte jetzt nach dem ersten;und da der Graf in einer glücklichen Stunde seine Frau einst fragte,warum sie an jenem fürchterlichen Dritten, da sie auf jeden Laster-haften gefaßt schien, vor ihm gleich einem Teufel geflohen wäre,antwortete sie, indem sie ihm um den Hals fiel, er würde ihr da-mals nicht wie ein Teufel erschienen sein, wenn er ihr nicht bei sei-ner ersten Erscheinung wie ein Engel vorgekommen wäre.
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