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Die Marquise von O....
hart und nngcrccht. Doch die Mutter erwicderte: beruhige dich —denn eben Hörle sie Jemand von Weitem heranschlnchzen: er kommtschon! Wo? fragte die Marquise und horchte. Ist wer hier drau-ßen vor der Thür; dies heftige—? Allerdings, versetzte Frau vonG... Er will, daß wir ihm die Thürc öffnen. Lassen Sie mich!ries die Marquise und riß sich vom Stuhl empor. Doch, wenn dumir gut bist, Julietta, versetzte die Obristin, so bleib; und in demAugenblick trat auch der Commandant schon, das Tuch vor das Ge-sicht haltend, ein. Die Mutter stellte sich breit vor ihre Tochter undkehrte ihm den Rücken zu. Mein theuerster Vater! rief die Mar-quise und streckte ihre Arme nach ihm ans. Nicht von der Stelle,sagte Frau von G..., du hörst! Der Commandant stand in derStube und weinte. Er soll dir abbitten, fuhr Frau von G... fort.Warum ist er so heftig! und warum ist er so hartnäckig! Ich liebeihn, aber dich anch; ich ehre ihn, aber dich auch. Und muß icheine Wahl treffen, so bist du vortrefflicher als er und ich bleibe Leidir. Der Commandant beugte sich ganz krnmm, und heulte daßdie Wände erschallten. Aber mein Gott! rief die Marquise, gabder Mutter plötzlich nach und nahm ihr Tuch ihre eigenen Thränenfließen zu lassen. Frau von G... sagte: — er kann nur nichtsprechen! und wich ein wenig zur Seite aus. Hierauf erhob sichdie Marquise, umarmte den Commandanten und bat ihn sich zuberuhigen. Sie weinte selbst heftig. Sie fragte ihn, ob er sich nichtsetzen wolle? sie wollte ihn auf einen Sessel nicderziehcn; sie schobihm einen Sessel hin, damit er sich darauf setze: doch er antwortetenicht: er war nicht von der Stelle zu bringen; er setzte sich auchnicht; und stand bloß das Gesicht tief zur Erde gebeugt und weinte.Die Marquise sagte, indem sie ihn aufrecht hielt, halb zur Muttergewandt, er werde krank werden; die Mutter selbst schien, da er sichganz convnlsivisch geberdete, ihre Standhaftigkeit verlieren zu wollen.Doch da der Commandant sich endlich ans die wiederholten Anfor-