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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Marquise von O....

niederstürzcn sah. Frau von G... sticg von ihrem Jäger unterstütztans, und hob die Marquise nicht ohne einige Bewegung vom Bo-den ans. Die Marquise drückte sich, von Gesichten überwältigt,tief auf ihre Hand hinab und führte sie, indem ihr die Thräncnhäufig flössen, ehrfurchtsvoll in die Zimmer ihres Hauses. Meinetheuerste Mutter! rief sic, nachdem sie ihr den Divan angewiesenhatte und noch vor ihr stehen blieb, und sich die Augen trocknete:welch ein glücklicher Zufall ist es, dem ich Ihre, mir unschätzbareErscheinung verdanke? Frau von G... sagte, indem sic ihre Tochtervertraulich faßte, sie müsse ihr nur sagen, daß sic komme, sie wegender Härte, mit welcher sie ans dem väterlichen Hause verstoßen wor-den sei, um Verzeihung zu bitten. Verzeihung! fiel ihr die Mar- "quise ins Wort, und wollte ihre Hände küssen. Doch diese, indemsie den Handkuß vermied, fuhr fort: denn nicht nur, daß die in denletzten öffentlichen Blättern eingcrückte Antwort auf die bewußteBekanntmachung mir sowohl als dem Vater die Ueberzengung vondeiner Unschuld gegeben hat; so muß ich dir auch eröffnen, daß ersich selbst schon zn nnserm großen und freudigen Erstaunen gesternim Hause gezeigt hat. Wer hat sich? fragte die Marquise undsetzte sich Lei ihrer Mutter nieder; welcher er selbst hat sich ge-zeigt-? und Erwartung spannte jede ihrer Mienen. Er, erwiedcrteFrau von G..., der Verfasser jener Antwort, er persönlich selbst,an welchen dein Aufruf gerichtet war. Nun denn, sagte die Mar-quise mit unruhig arbeitender Brust: wer ist es? und noch einmal:wer ist es? Das, erwiedcrte Frau von G..., möchte ich dicherrathen lassen. Denn denke, daß sich gestern, da wir beim Theesitzen und eben das sonderbare Zeitnngsblatt lesen, ein Mensch vonunserer genauesten Bekanntschaft mit Gebenden der Verzweiflung insZimmer stürzt, und deinem Vater und bald darauf auch mir znFüßen fällt. Wir, unwissend was wir davon denken sollen, fordernihn auf zu reden. Darauf spricht er: sein Gewissen lasse ihm keine