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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Die Marquise von O ....

losigkeit einer Hündin mit zehnfacher List des Fuchses gepaart reichennoch an die ihrige nicht! solch eine Miene! zwei solche Augen! einCherub hat sie nicht treuer! und jammerte und konnte sich nichtberuhigen. Aber was in aller Welt, fragte die Obristin, wenn eseine List ist, kann sie damit bezwecken?Was sie damit bezweckt?Ihre uichtswürdige Betrügerei, mit Gewalt will sie sie durchsetzen,crwiederte der Obrist. Auswendig gelernt ist sie schon, die Fabel,die sie uns beide, sie und er am 3tcn 11 Uhr Morgens hier auf-bürden wollen. Mein liebes Töchterchen, soll ich sagen, das wnßteich nicht, wer konnte das denken, vcrgieb mir, nimm meinen Segennnd sei wieder gut. Aber die Kugel dem, der am 3ten Morgensüber meine Schwelle tritt! Es müßte denn schicklicher sein ihn mirdurch Bedienten aus dem Hause zu schaffen. Frau von G...sagte nach einer nochmaligen Ueberlesnng des Zcitnngsblattes, daßwenn sie von zwei unbegreiflichen Dingen Einem Glanbcu Leimessensolle, sie lieber an ein unerhörtes Spiel des Schicksals, als an dieseNiederträchtigkeit ihrer sonst so vortrefflichen Tochter glauben wolle.Doch ehe sie noch vollendet hatte, rief der Commandant schon: thnmir den Gefallen nnd schweig! nnd verließ das Zimmer. Es istmir verhaßt, wenn ich mir davon höre.

Wenige Tage nachher erhielt der Commandant in Beziehungans diesen Zeitungsartikel einen Brief von der Marquise, in welchemsie ihn, da ihr die Gnade versagt wäre in seinem Hause erscheinenzn dürfen, auf eine ehrfurchtsvolle und rührende Art Lat, denjenigen,der sich am 3ten Morgens bei ihm zeigen würde, gefälligst zu ihrnach V... hinauszuschicken. Die Obristin war gerade gegenwärtig,als der Commandant diesen Brief empfing; und da sie auf seinemGesicht deutlich bemerkte, daß er in seiner Empfindung irre gewor-den war: denn welch ein Motiv jetzt, falls es eine Betrügerei war,sollte er ihr unterlegen, da sie aus seine Verzeihung gar keine An-sprüche zu machen schien? so rückte sie, dadurch dreist gemacht, mit