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Die Marquise von O....
Eingang der Laube drei kleine Schritte von ihr entfernt stand. DerGraf F...! sagte die Marquise, als sie die Augen aufschlug, unddie Röche der Uebcrraschung überflog ihr Gesicht. Der Graf lächelte,blieb noch eine Zcitlang, ohne sich im Eingang zu rühren, sichen;setzte sich dann mit so bescheidener Zudringlichkeit, als nöthig warum sie nicht zu erschrecken, neben ihr nieder, und schlug, ehe sienoch in ihrer sonderbaren Lage einen Entschluß gefaßt hatte, seinenArm sanft um ihren lieben Leib. Von wo, Herr Graf? ist es mög-lich? fragte die Marquise — und sah schüchtern vor sich ans dieErde nieder. Der Graf sagte: von M..., und drückte sie ganzleise an sich; durch eine Hintere Pforte, die ich offen fand. Ichglaubte ans Ihre Verzeihung rechnen zu dürfen und trat ein. Hatman Ihnen denn in M... nicht gesagt —?— fragte sic, undrührte noch kein Glied in seinen Armen. Alles, geliebte Frau, ver-setzte der Graf; doch von Ihrer Unschuld völlig überzeugt — Wie!ries die Marquise, indem sie aufstand und sich loswickeltc; und Sickommen gleichwohl? — Der Welt znm Trotz, fuhr er fort, indemer sie fcsthielt, und Ihrer Familie zum Trotz, und dieser lieblichenErscheinung sogar zum Trotz; wobei er einen glühenden Kuß ausihre Brust drückte. — Hinweg! rief die Marquise — So überzeugt,sagte er, Julictta, als ob ich allwissend wäre, als ob meine Seele indeiner Brust wohnte. — Die Marquise rief: lassen Sie mich! Ichkomme, schloß er — und ließ sie nicht — meinen Antrag zu wie-derholen, und das Loos der Seligen, wenn Sie mich erhören wol-len, von Ihrer Hand zu empfangen. Lassen Sie mich augenblicklich!rief die Marquise; ich befehl's Ihnen! riß sich gewaltsam ans seinenArmen, und entfloh. Geliebte! Vortreffliche! flüsterte er, indem erwieder aufstand, und ihr folgte. — Sie hören! rief die Marquise,und wandte sich und wich ihm aus. Ein einziges, heimliches Ge-flüstertes —! sagte der Graf, und griff hastig nach ihrem glattenihm entschlüpfenden Arm. — Ich will nichts wissen, versetzte die