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Die Marquise von O_
sie außerordentlich liebe; sah wieder auf seinen Teller nieder undschwieg. Man mußte endlich von der Tafel anfstehen; und da derGraf nach einem kurzen Gespräch mit der Mutter sich sogleich gegendie Gesellschaft verneigte, und wieder in sein Zimmer zurückzog, sostanden die Mitglieder derselben wieder und wußten nicht was sicdenken sollten. Der Commandant meinte: man müsse der Sacheihren Laus lassen. Er rechne wahrscheinlich auf seine Verwandtenbei diesem Schritte. Infame Kassation stünde sonst darauf. Frauvon G... fragte ihre Tochter, was sie denn von ihm halte? undob sie sich wohl zu irgend einer Acußerung, die ein Unglück ver-miede, würde verstehen können? Die Marquise antwortete: LiebsteMutter! das ist nicht möglich. Es thut mir leid, daß meine Dank-barkeit auf eine so harte Probe gestellt wird. Doch es war meinEntschluß, mich nicht wieder zu vermählen; ich mag mein Glücknicht, und nicht so unüberlegt, auf ein zweites Spiel setzen. DerForstmeister bemerkte, daß, wenn dies ihr fester Wille wäre, auchdiese Erklärung ihm Nutzen schaffen könne, und daß es fast 'noth-wendig scheine, ihm irgend eine bestimmte zu geben. Die Obristinversetzte, daß da dieser junge Mann, den so viele außerordentlicheEigenschaften empföhlen, seinen Aufenthalt in Italien nehmen zuwollen erklärt habe, sein Antrag nach ihrer Meinung einige Rück-sicht, und der Entschluß der Marquise Prüfung verdiene. Der Forst-meister, indem er sich bei ihr niederließ, fragte, wie er ihr denn,was seine Person aubetrcffe, gefalle? Die Marquise antwortete miteiniger Verlegenheit: er gefällt und mißfällt mir; und berief sichauf das Gefühl der Anderen. Die Obristin sagte: wenn er vonNeapel zurückkehrt, und die Erkundigungen, die wir inzwischen überihn einziehen könnten, dein Gesammteindrnck, den du von ihm em-pfangen hast, nicht widersprächen: wie würdest du dich, falls er als-dann seinen Antrag wiederholte, erklären? In diesem Fall, versetztedie Marquise würde ich — da in der Thal seine Wünsche so leb-