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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Michael Kohlhaas.

jauchzte, die ihm gegeben war, seines Feindes Ferse in dem Augenblick,da sie ihn in den Staub trat, tödtlich zu verwunden, antwortete: nichtnm die Welt, Mütterchen, nicht nm die Welt! und drückte der AltenHand, und wollte nur wissen, was für Antworten auf die ungeheurenFragen im Zettel enthalten wären? Die Frau, inzwischen sie dasJüngste, das sich zu ihren Füßen niedergekauert hatte, auf den Schoos;nahm, sprach: nicht nm die Welt, Kohlhaas der Roßhändler; aber nmdiesen hübschen, kleinen, blonden Jungen! und damit lachte sie ihn an,herzte und küßte ihn, der sie mit großen Augen ansah, und reichteihm mit ihren dürren Händen einen Apfel, den sie in ihrer Taschetrug, dar. Kohlhaas sagte verwirrt: daß die Kinder selbst, wenn siegroß wären, ihn seines Verfahrens halber loben würden, und daß erfür sie und ihre Enkel nichts Heilsameres thun könne, als den Zettelbehalten. Zudem fragte er, wer ihn nach der Erfahrung, die er ge-macht, vor einem neuen Betrug sicher stelle, und ob er nicht zuletztunnützer Weise den Zettel, wie jüngst den Kriegshaufen, den er inLützen zusammengebracht, an dm Kurfürsten aufopfern würde? Wermir sein Wort einmal gebrochen, sprach er, mit dem wechsle ich keinSmehr; und nur deine Forderung, bestimmt undunzweideutig, trenntmich, gutes Mütterchen, von dem Blatt, durch welches mir für Al-les, was ich erlitten, auf so wunderbare Weise Gcnugthnuug gewor-den ist. Die Frau, indem sie das Kind auf den Boden setzte, sagte:daß er in mancherlei Hinsicht Recht hätte, und daß er thun und las-sen könnte, was er wollte! Und damit nahm sic ihre Krücken wiederzur Hand, und wollte gehn. Kohlhaas wiederholte seine Frage, denInhalt des wunderbaren Zettels betreffend; er wünschte, da sie flüch-tig antwortete: daß er ihn ja eröffnen könne, obschon es eine bloßeNeugierde wäre, noch über tausend andere Dinge, bevor sie ihn ver-ließe, Aufschluß zu erhalten; wer sie eigentlich sei, woher sie zu derWissenschaft, die ihr innewohne, komme, warum sie dem Kurfürsten,für den er doch geschrieben, den Zettel verweigert, und gerade ihm