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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
Entstehung
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Michael Kohlhaas.

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man dich in deinen Rechten nicht schützen wird? Wenn du demHerrn bescheiden wie es dir znkommt mit deiner Bittschrift nahst:woher weißt dn daß sie bei Seite geworfen, oder mit Verweigerungdich zu hören beantwortet werden wird? Wohlan, antworteteKohlhaas, wenn meine Furcht hierin ungegriindet ist, so ist auchmein Hans noch nicht verkauft. Der Herr selbst, weiß ich, ist ge-recht; und wenn es mir nur gelingt, durch die, die ihn umringen,bis an seine Person zu kommen, so zweifle ich nicht, ich verschaffemir Recht und kehre fröhlich noch ehe die Woche verstreicht zu dirund meinen alten Geschäften zurück. Möcht' ich alsdann noch, setzt'er hinzu, indem er sie küßte, bis an das Ende meines Lebens beidir verharren! Doch rathsam ist es, fuhr er fort, daß ich michauf jeden Fall gefaßt mache; und daher wünschte ich, daß du dichans einige Zeit, wenn es sein kann, entferntest und mit den Kindernzu deiner Muhme nach Schwerin gingst, die du überdies; längst hastbesuchen wollen. Wie? rief die Hausfrau, ich soll nach Schweringehen? über die Gränze mit den Kindern zu meiner Muhme nachSchwerin? Und das Entsetzen erstickte ihre Sprache. Allerdings,antwortete Kohlhaas, und das wenn es sein kann gleich, damit ichin den Schritten, die ich für meine Sache thun will, durch keineRücksichten gestört werde. O! ich verstehe dich! rief sie. Dnbrauchst jetzt nichts mehr als Waffen und Pferde; alles Andere kannnehmen wer will! Und damit wandte sie sich, warf sich auf einenSessel nieder und weinte. Kohlhaas sagte betroffen: liebste Lis-beth was machst du? Gott hat mich mit Weib und Kindern und-Gütern gesegnet; soll ich heute zum Erstenmal wünschen, daß es an-ders wäre? Er setzte sich zu ihr, die ihm bei diesen Worten cr-röthend um den Hals gefallen war, freundlich nieder. Sag' miran, sprach er, indem er ihr die Locken von der Stirne strich: wassoll ich thun? soll ich meine Sache aufgeben? soll ich nach derTronkeuburg gehen und den Ritter bitten, daß er mir die Pferde