Michael Kohlhaas.
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Frau ging in der Stnbe auf und ab; ihre Brust flog, daß dasTuch, au welchem der Knabe gezupft hatte, ihr völlig von der Schul-ter herabzufallcu drohte. Der Amtmann sagte, daß er ja den Werthder Besitzung in Dresden keineswegs benrthcilcn könne; worauf ihmKohlhaas Briefe, die bei ihrem Ankauf gewechselt worden waren,hinschiebcnd, antwortete: daß er sie zu hundert Goldgülden anschlage;vbschon daraus hervorging, daß sie ihn fast , um die Hälfte mehr ge-kostet hatten. Der Amtmann, der den Kaufcontract noch einmalübcrlas, und darin auch von feiner Seite auf eine sonderbare Artdie Freiheit stipnlirt fand znrllckzutrcten, sagte schon halb entschlossen:daß er ja die Gestütpfcrde, die in seinen Ställen wären, nicht brau-chen könne; doch da Kohlhaaö erwicdcrte, daß er die Pferde auchgar nicht losznschlagen willens sei, und daß er auch einige Massen,die in der Rüstkammer hingen, für sich behalten wolle, so — zögertejener noch und zögerte, und wiederholte endlich ein Gebot, das erihm vor kurzem schon einmal, halb im Scherz halb im Ernst, nichts-würdig gegen den Werth der Besitzung, ans einem Spaziergängegemacht hatte. Kohlhaas schob ihm Tinte und Feder hin, um zuschreiben; und da der Amtmann, der seinen Sinnen nicht traute,ihn noch einmal gefragt hatte, ob es sein Ernst sei? und der Noß-kamm ihm ein wenig empfindlich geantwortet hatte: ob er glaubedaß er bloß seinen Scherz mit ihm treibe? so nahm jener zwar miteinein bedenklichen Gesicht die Feder und schrieb; dagegen dnrchstricher den Punkt, in welchem von der Leistung, falls den Verkäufer derHandel gereuen sollte, die Rede war; verpflichtete sich zu einem Dar-lehn von hundert Goldgülden, ans die Hypothek des DresdenschenGrundstücks, das er auf keine Weise käuflich an sich bringen wollte,und ließ ihm binnen zwei Monaten völlige Freiheit, von dem Han-del wieder zurückzntrcten. Der Roßkanun, von diesem Verfahrengerührt, schüttelte ihm mit vieler Herzlichkeit die Hand, und nach-dem sie noch, welches eine Hauptbedingung war, übercingckommen