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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Michael KohlhaaS.

Anhanges zum Trotz, Gerechtigkeit zu verschaffen. Kohlhaas, lebhafterfreut, dankte dem Stadthanptmann für diesen nenen Beweis seinerGewogenheit anf'S herzlichste, sagte, cs thne ihm nur leid, daß ernicht ohne irgend Schritte in Dresden zu thnn seine Sache gleichin Berlin anhängig gemacht habe; und nachdem er in der Schrei-berei des Stadtgerichts die Beschwerde ganz den Forderungen gemäßverfaßt und dem Stadthanptmann übergeben hatte, kehrte er beru-higter über den Ansgang seiner Geschichte als je nach Kohlhaascn-brück zurück. Er hatte aber schon in wenig Wochen den Kummer,durch einen Gerichtsherrn, der in Geschäften des StadthanptmannSnach Potsdam ging, zu erfahren, daß der Kurfürst die Supplik sei-nein Kanzler dem Grafen Kallheini übergeben habe, und daß diesernicht unmittelbar, wie cs zweckmäßig schien, bei dem Hofe zu Dres-den um Untersuchung und Bestrafung der Gcwaltthat, sondern umvorläufige nähere Information bei dem Junker von Tronka cin-gckommen sei. Der Gerichtshcrr, der vor Kohlhaascns Wohnungim Wagen haltend, den Auftrag zu haben schien, dem Roßhändlerdiese Eröffnung zu machen, konnte ihm ans die betroffene Frage:warum man also verfahren? keine befriedigende Auskunft geben. Erfügte nur noch hinzu: der Stadthanptmann ließe ihm sagen, er möchtesich in Geduld fassen; schien bedrängt seine Reise fortzusetzen; underst am Schluß der kurzen Unterredung erricth KohlhaaS, ans eini-gen hingeworfencn Worten, daß der Graf Kallheim mit dem Hansederer von Tronka verschwägert sei.' Kohlhaas, der keine Freudemehr, weder an seiner Pferdezucht, noch an Hans und Hof, kauman Weib und Kind hatte, durchharrte in trüber Ahndung der Zu-kunft den nächsten Mond; und ganz seiner Erwartung gemäß kamnach Verlauf dieser Zeit Herse, dem das Bad einige Linderung ver-schafft hatte, von Brandenburg zurück, mit einem ein größeres Ne-script begleitenden Schreiben des StadthanptmannS, des Inhalts:es thne ihm leid, daß er nichts in seiner Sache thnn könne; er schicke