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3 (1859) Erzählungen; Robert Guiskard; Gedichte, Epigramme etc.; Anhang
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Michael Kohlhaas.

auf der Tronkenbnrg znrückgelasscn worden sei, wie man ihn durchdie schändlichsten Mißhandlungen gezwungen habe, die Burg zu ver-lassen, und wie es ihm unmöglich gewesen wäre, die Pferde mitzu-nehmen. So? sagte Kohlhaas, indem er den Mantel ablegte. Ister denn schon wieder hergcstellt? Bis auf das Blutspeien, ant-wortete sie, halb und halb. Ich wollte sogleich einen Knecht nachder Tronkenbnrg schicken, um die Pflege der Rosse bis zu deinerAnkunft daselbst besorgen zu lassen. Denn da sich der Herse immerwahrhaftig gezeigt hat und so getreu uns in der Thal wie kein An-derer, so kam es mir nicht zu, in seine Aussage, von so viel Merk-malen unterstützt, einen Zweifel zu setzen und etwa zu glauben, daßer der Pferde auf eine andere Art verlustig gegangen wäre. Docher beschwört mich, Niemanden zuznmnthcn, sich in diesem Raubnestezu zeigen, und die Thiere aufzngebcn, wenn ich keinen Menschen da-für aufopfern wolle. Liegt er denn noch im Bette? fragte Kohl-haas, indem er sich von der Halsbinde befreite. Er geht, erwie-derte sie, seit einigen Tagen schon wieder im Hofe umher. Kurz,du wirst sehen, fuhr sie fort, daß Alles seine Richtigkeit hat, unddaß diese Begebenheit einer von den Freveln ist, die man sich seitKurzem ans der Tronkenbnrg gegen die Fremden erlaubt. Dasmuß ich doch erst untersuchen, erwicderte Kohlhaas. Ruf ihn mir,Lisbeth, wenn er ans ist, doch her! Mit diesen Worten setzte er sichin den Lehnstuhl; und die Hausfrau, die sich über seine Gelassenheitsehr freute, ging und holte den Knecht.

Was hast du in der Tronkenbnrg gemacht? fragte Kohlhaas,da Lisbeth mit ihm in das Zimmer trat. Ich bin nicht eben wohlmit dir zufrieden. Der Knecht, auf dessen blassem Gesicht sich beidiesen Worten eine Röthe fleckig zeigte, schwieg eine Weile; und: dahabt ihr Recht, Herr! antwortete er; denn einen Schwefelfaden, denich durch Gottes Fügung bei mir trug, um das Ranbnest, aus demich verjagt worden war, in Brand zu stecken, warf ich, als ich ein