Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
281
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aber wenigstens auf kürzeren Strecken die Anlegung von Land-kutschen (a) nicht verhindert werden, weil diese wohlfeilersein können, und wo keine Fahrpost geht, da kann solchenPrivatunternehmungen der Gebrauch des Pferdewechsels gegeneine geringe Abgabe gestattet werden. Wie allmälig die Betrieb-samkeit in den Fuhranstaltcn reger wird, kann die Negierungdie ihrigen vermindern und sie endlich auf eine Mallepost(Briefcourier) beschranken (,/).

(a) Eine Landkutschc (staAe-coaoli) bezahlt in Großbritanicn nachdem Ges. v. 24. Aug. 183g (2. und 3. Victoria, C. 66) eine Conces-sionsgebühr von S L. St. und bei jeder Fahrt eine Abgabe nach derZahl der Plätze, l Pence (3 kr.) für die brit. Meile bei 6 Plätzen(— 8 kr. auf die Wegstunde), 1'/? P. bei 7—10, 2 P. bei II—13,2/z P. bei 14—16, 3 P. bei 17—lg, 3^ P. bei 20-22 Plätzen,und j/z P wehr für je 3 weitere Plätze (vor 1823 ungefähr doppeltsoviel.) Kutschen unter 4mile8 (1,"Wegst.)Geschwindigkeit auf dieStunde gelten nicht als stnAs-eonokes. Es bestehen genaue Vor-schriften über die Belastung und Führung dieser Landkutschen.Laillx, I, 642. Diese Abgabe trug 1835 488000 L. — Zn Frank-reich entrichtet der Messagerie-Unternchiner von einem regelmäßiggehenden Wagen oder Schiffe, außer der Licenz von 2—5 Fr., >/,„vom Preise der Plätze nach Abzug von >/z derselben, die als leer an-genommen werden, also eigentlich und >/„ von der wirklich ein-genommenen Fracht der Maaren, die durch ein genau geführtes Re-gister nachgewiesen wird. Nicht regelmäßig gehende öffentliche Wä-gen zahlen ein Aversum. lieber die vorgeschricbenen Formen, z. B.Declaration und Buchführung des Unternehmers, s.0 s körnnllo,l>r. silm. IV, 214. Uebcr den Betrag dieser Abgabe s. §. 205 (a).Man bezahlt in Frankreich ungefähr ^ Fr. auf die deutsche Meilefür einen Platz im Innern einer Landkutsche, hinten (roton-Ie) undoben (banguetto) etwas weniger, vorne (enbriolet) etwa j/z mehr.Die deutschen Eilwägen kosten zwischen 18 kr. und 48 kr. auf diedeutsche Meile.

(b) In England ist bei der großen Ausdehnung des Verkehrs am leich-testen eine Fahrpost des Staates zu entbehren. Zn Frankreich istschon auf Nebenstraßen für die Bequemlichkeit und Sicherheit durchdie Landkutschc» (llilixencws) nicht zum Besten gesorgt. — DieStaatspost hat überall im Lande gleichen Preis. Bei Landkut-sche» ist auf stark befahrenen Strecken, wo der Wagen immer voll-ständig besetzt ist und mehr Mitwerben besteht, der Fahrpreis öftersniedriger, als auf wenig besuchten.

(c) Omnibus, Stcllwagcn, Diligence, Ordinäre rc.

(</) Die mallv-posle, die einzige wahre Fahrpost in Frankreich, ist schnel-ler und kostbarer als Privatfuhrwerke.

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Nach dem Bisherigen erscheint wenigstens bei der Briefpostdie Fortdauer der Regalität als nothwendig. Die Gemeinnützig-