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1 (1850)
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prägen kann (ö), und dieß darf doch nicht unterlassen werden,wenn der Umlauf neuer guter Münzen bedarf;

3) durch Acrfcrtigung einer geringhaltigen Scheidemünze.Dieß ist bei den kleinsten Sorten unschädlich, wenn weder dieGröße des Schlagschatzes noch die Menge der geprägten Stückeeine gewisse Gränzc überschreiten, II, Z. 258. 259 (c).

(») Ob die Regierung die Mctallvorräthe förmlich ankaust, oder obPrivatpersonen ihre Mctallmaffcn zum Prägen übergeben und da-für eine um den Schlagschatz verminderte Quantität Münze zurück-erhalten (wie die Müller den Mahllohn im 16tcn Scheffel zurück-behalten), dieß macht wenig Unterschied. Die edlen Metalle im rei-nen Zustande sind so gleichförmig beschaffen, daß cs gleichgültig ist,ob der Privatmann seine Münzen gerade aus seiner übergebenenGold- oder Silbermasse, oder aus einer anderen empfängt, und mankönnte daher auch das zweite Geschäft wie den Kauf einer erst zufertigenden Münzmcnge für eine pränumerirte Menge Münzmetallansehen. Nur darin zeigt sich eine factische Verschiedenheit, daß 1)beim förmlichen Kaufe das Begehren vom Staate ausgeht und da-her für Anschaffung einer angemessenen Quantität Sorge getragenwerden kann, 2) bei der Ablieferung einer zum Prägen bestimmtenMctallmengc, welche das Eigenthum des Ucbergebcndcn bleiben soll,eine gewisse Zeit verstreichen muß, bis die Fabrikation der Münzenbeendigt ist.

(ü) Wenn die köln. Mark Silber, aus welcher 24^ fl. geprägt werden,24 fl. 20 kr. gilt, so ist der Schlagschatz i O kr. auf die Mark oder0,°" Proc. und um diesen Betrag kann man nicht einmal grobeSorten prägen. Der neuere Silbcrpreis ist sogar 24 fl. 30 kr. beihochhaltigen Silbergemischen. Manche kleine Staaten, nach derenMünzen wenig Begehr ist, haben bisweilen längere Zeit gar nichtprägen lassen, um keinen Verlust zu tragen.

(e) In Rußland zeigten sich die Nachtheilc des Mißbrauches der Scheide-münzen in ganz besonderem Maaße, weil man dort eine so großeMenge von Kupfermünzen ausgab, daß dasselbe im inländischenGeldumläufe auch zur Zahlung beträchtlicher Summen gebrauchtwerden mußte. — In Deutschland ist das häufige Nachmachen derScheidemünzen, welches bisweilen mit unglaublicher Dreistigkeitgetrieben wird, hauptsächlich daraus cnistandcn, daß man bis 1837keine Staatsverträge über Gleichstellung des Fußes und der Formfür diese Münzen geschlossen hatte, daß folglich Stücke von der ver-schiedensten Güte und Gestalt neben einander umliefen.—Die klein-sten Stücke können aus Kupfer mit einigem Reinerträge geschlagenwerden. In Preußen wird der Centner Kupfer in 1,2, 3 und 4-Pfennigstückcn zu 93 Rthlr. 26 Sgr., also ungefähr zu dem Drei-fachen des Metallwerthes, —In Baden wiegen 60

Kupferkreuzer l Köln. Mark, wovon das Metall 30 kr. kostet. DasMünzregal gab in Baden i> D. 1832—36 einen Reinertrag von6782 fl., aber von 1837 und 38 trat ein Zuschuß von 6168 fl. i. D.ein, wegen der Prägung vieler grober Silbcrmünzer. Der R. Durch-schnitt für 1846 und 47 hatj ogar eine jährliche Mehrausgabe von47 986 fl.

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