Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
158
Einzelbild herunterladen
 

158

pract. Ackerb. I, 43. Hundcshagcn, Bodenkunde, S. 185.Sachs. Geschäftsanweisung.

(l>) Eine solche würde große Vortheilc darbieten, weil dann Schätzungenin verschiedenen Ländern und Landestheilen bequem mit einanderverglichen werden könnten, während eine bloß örtliche Claffenein-theilung in einer anderen Gegend nicht verständlich und brauchbarist; allein es ist auch schwer, ei» so erschöpfendes System aufzustellen,daß darin jede irgendwo vorkommende Bodenart ihre Stelle findet.Leichter ist die Arbeit, wen» man sich nur auf diejenigen Bodenbe-schaffenheitcn beschränkt, die man in dem Lande rc. vor sich hat.

(c) Block (Mittheilungen, I, 397. 1830) will nur eine Classificationnach dem Ertrage zulassen.

(<j) Die in der sächs. Geschäftsanweisung §. 18 vorgcschriebene ökono-mische Classification, die beim Ackerlande 1L Classen annimmt, istdoch mit Rücksicht auf die Zusammensetzung des Bodens angelegt,indem die Classen I. III. VI. IX. den Thon-, II. IV. V. VII. den Lehm-u. VIII. X. XI. den Sandboden enthalten. Die einfachste Anord-nung würde darin bestehen, daß man außer den eben genannten 3Hauptbodenarten noch zwei andere, Kalk- und Humusboden unter-schiede und jede dieser 5 Hauptclassen in Unterabtheilungen brächte.Zwischen Sand- und Lehmboden kann indeß nach Thacr noch eineMittelklasse des sandigen Lehms und lehmigen Sandes eingeschaltetwerden. So ergeben sich 6 Hauptclassen. Die a. pommersche In-struction legt dieselben zu Grunde und theilt die 5 ersten (die 8. bil-det den Kalk) in 16 Unterklassen oder Bodenarten ein.

§. 128 .

Nachdem das vorhandene Ackerland in gewisse Classen undArten eingereiht ist, wird untersucht

1) der muthmaßliche Rohertrag jeder Abtheilung («), aufwelchen noch Einfluß haben rr) die in der Gegend gewöhnlichgebauten Feldfrüchte und die übliche Aufeinanderfolge derselben,weshalb man den Durchschnittsertrag einer ganzen, z. B. drci-oder sechsjährigen Periode der Fruchtfolge nehmen muß (S),Ii) die Stärke der Düngung, welche wieder mit den allgemeinenWirthschaftsverhältnissen, namentlich der Größe des Biehstandesund der Menge des gewonnenen Futters, zusammenhängt (o).

2) der abzuziehende Kostenbetrag. Die alte Methode,für diese Kosten nur einen ungefähren Ueberschlag, das Wirth-schaftskorn, anzunehmen (ck), ist als ganz unzuverlässig auf-gegeben worden. Man muß also eine sorgfältige Berechnunganstellcn. rr) Um zu ermitteln, welcher Theil der Ackererzeug-nisse sogleich in der Wirthschaft verzehrt wird, muß man die Zahlder nöthigen Arbeiter und des Spannvieheö auS der Mengeder vorkommenden Geschäfte ableiten und die Speise-und Futter-