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sind und jeden einzelnen Productionszweig kraftvoll betreiben,während die Regierung ein kostbares Personal von unteren undhöheren Domancnbeamtcn erhalten muß, welche minder thätigund sparsam sind. Die Erfahrung bestätigt es, daß die Domänenin Privathändcn einen größeren Reinertrag abwerfen und dieserllebcrschuß kommt in jedem Falle dem Volkseinkommen zuStatten. Er ist am größten, wenn die Domänen vor dem Ver-kaufe in solche Stücke zertheilt werden, daß sie zwar noch einereichliche bäuerliche Nahrung geben, aber mehr Menschen alsbisher beschäftigen und dadurch den Wohlstand der Landbaucn-den so wie die Volksmenge vergrößern. Selbst wenn der Erlösnur den bisherigen Domänenertrag vergütete, so hätte der Ver-kauf doch Vortheile, denn es wächst durch ihn das Volks-einkommen und hiermit die Fähigkeit des Volks, größere Staats-lasten zu ertragen (e).
(a) Elisabeth u. Jakob I. verkauften viele Domänen, letzterer für775 000 L. St. Kinclair, a. a. O. I, 205. 232.
(b) In Oesterreich sind nach dem Patent v. 22. Jan. 1817 sehr vielegroße Domänenherrschaftcn zur Schuldentilgung veräußert worden.Der Verkauf brachte 1818—1813 35'/- Mill. fl. ein. Im preuß.Einnahmeetat ist fortwährend 1. Mill. Rthlr. aus gleicher Quelleaufgeführt. Bis 1820 sind für 20 Mill., von da an bis 1810für 35Z/z Mill. Rthlr. preuß. Kammergüter verkauft worden.(Zweifel über die Zweckmäßigkeit dieser Maaßregel bei v. Bülow-Cummerow, Preußen, seine Verfassung re. S. 153, wo jedochder Drang der Kriegszeit und die volkswirthschaftlichcn Vor-thelle zu wenig beachtet zu sein scheinen.^ — Belgien: regel-mäßiger Domänenverkauf, Ges. v. 28. Dec. 1835, weshalb imVoranschlag von 1811 2'210 000 Fr. Erlös Vorkommen.
(c) Vergl. v. Malchus, Fin. I, 26.
(M A. Smith, III, 208, — Schmalz, Staatsw. L. II. 180. —Lotz, III, 120. —Bülau, Der Staat und der Landbau, S. 50.—„Das Einkommen, welches i» jeder civilisirten Monarchie dieKrone von den Staatsgütern zieht, obschon es die Bürger nichtszu kosten scheint, kostet doch in der That die Gesellschaft mehrals vielleicht jede andere Einnahme der Krone von gleicherGröße." Smith.
(e) Natürlich würde man da anders urtheilen müssen, wo die Pri-vaten in der Landwirthschaft so wenig Eifer und Geschicklichkeitzeigten, daß sie von den Domänenverwaltern beträchtlich über-troffen würden. — In Dänemark sollen neuerlich die Staatsgüterso gut verkauft werden, daß ihr bisheriger Reinertrag nurj/z — 1 Proc. des Erlöses war. — Die in Spanien bis 1811verkauften Staatsgüter waren auf 133 Mill. Re. geschätzt undes wurden S26 Mill. erlöst. In Baiern sind in den Jahren1826 — 28 für 2>350 557 fl. Domänen verkauft worden, deren