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Truppen von Hohenembs gegen Arlberg in Bewegung, indessen der grössere Tlieilderselben unter dem Generalen Wolfskehl über Weiler, Immenstadt nach Reuttiziehen sollte. Auf die Nachricht von dem Falle Innsbrucks stellte Je 11achiclidiesen Marsch wieder ein, und vereinigte sein kleines Corps in der Stellung beiHohenembs, deren Verschanzungen er mit aller Anstrengung beendigen liess. DieLage der Dinge hatte sich so sehr geändert, dass die Befehle, welche der Feldmar-schall-Lieutenant in diesenletztenTagen zumeist sehr verspätet erhielt, nothwendigerWeise mit denselben nicht mehr im Einklänge stehen konnten, und endlich geradezuunausführbar geworden waren. Die Unmöglichkeit erkennend, zu dem durch dasPusterthal retirirenden Erzherzog Johann zu gelangen, fasste Jellachich denkühnen Entschluss, sich in Vorarlberg zu behaupten oder im schlimmsten Falle sicheinen Weg durch Schwaben nach Böhmen zu öffnen. Aber schon am 13. Novemberwurden seine Vorposten bei Bregenz angegriffen, worauf er sich nach Ilohen-embs zurückzog. Gedrängt von der Übermacht und die isolirte Lage erkennend,berief Jellachich einen Kriegsrath, der sich unter den obwaltenden Umständeneinstimmig für eine annehmbare Capitulation entschied. Nach längeren Verhand-lungen willigte der französiche General Mathieu am 14. ein, dass Jellachichmit dem Reste siner Truppen, 4000 Mann, nach Böhmen abziehen dürfe, wo sievom 4. bis 7. December dem kaiserlichen Vorposten-Commandanten übergebenworden.
Dieser vielgeprüfte General commandirte auch im Jahre 1809 eine Division,hielt Salzburg besetzt, lieferte dem Vicekönig das Treffen bei St. Michael am 25. Maiund vereinigte sich glücklich zu Gratz mit der Armee des Erzherzogs Johann.
Feldmarschall-Lieutenant Jellachich beschloss sein Leben zu Szala Apäthiim Szaläder Comitate am 4. Februar 1810, wo er die kurze Zeit seines Ruhestan-des zugebracht hatte.
Fünf und fünfzigste Promotion (vom 7. April 1799).Allerhöchste Verleihung ausser Capitel.
RITTER.
LATTEEMANN, Christoph Freiherr von, Feldmarschall, geheimer Rath,Inhaber des 7. Infanterie-Regiments, war am 14. Juli 1753 zu Olmütz geboren.Sein Vater, Franz Lattermann, Feldmarschall - Lieutenant und Inhaber des45. Infanterie-Regiments, seiner ausgezeichneten Dienste wegen 1782 in denRitter- und 1792 in den Freiherrnstand erhoben, liess ihn durch eine zweck-mässige Erziehung für den Militärstand vorbereiten, und schon im dreizehnten