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1 (1857)
Entstehung
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526
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YIII.

Fünfte Periode. Der zweite französische Revolutionskrieg

( 1799 1801 ).

W ährend die Bevollmächtigten auf dem Congresse zu Eastadt im Jahre 1798 den Friedenzwischen dem deutschen Eeiche und der Kepublik Frankreich vermittelten, häufte diese inrascher Folge hinlänglichen Stoff zu einem neuen Kriege. Ihre Truppen besetzten im FebruarRom, vertrieben den Papst und schufen die römische Republik. Im März führte sie mit Waffen-gewalt eine politische Umgestaltung der Schweiz aus, und beraubte die cisalpinische Republikihrer Selbstständigkeit.

Die Schweizer erhoben sich für ihre Unabhängigkeit, wurden aber im Herbste von denFranzosen nach blutigen Kämpfen unterjocht. Graubündten erbat sich Österreichs Schutz, undwurde im October von diesem militärisch besetzt. Im Mai schloss. Neapel mit Österreich einDefensiv-Bündniss, und unterhandelte mit England, Russland und der Pforte über ähnlicheVerträge. Es begann, ohne noch der Hülfe seiner Verbündeten vollkommen versichert zu sein,im November 1798 den Kampf mit einem Einfalle in das römische Gebiet. Indessen löste sichsein Heer beinahe ohne Gefecht auf. Die Franzosen nahmen im Jänner 1799 von dem König-reiche Neapel Besitz, und verwandelten es in die parthenopeische Republik.

In der Voraussicht der kommenden Ereignisse hatte Österreich den Frühling und Sommerdes Jahres 1798 eitrigst benützt, um seine Heere zu ergänzen und schlagfertig zu machen. ImHerbste standen bereits 268,000 Mann kampfgerüstet: in Deutschland 148,000 Mann, in Italien80,000 Mann und in Tirol und Vorarlberg 40,000 Mann. Russland sendete um diese Zeit einHülfscorps von 24,000 Mann, und im Frühjahre 1799 ein zweites von 11,000 Mann.

Das Directorium fand in Österreichs Rüstungen willkommenen Grund, seine eigeneStreitmacht zu vermehren. Die französischen Generale Jourdan und Massena wurden am Rheinauf 100,000, Joubert und Ohampionnet in Italien auf 103,000 Mann (die italienischen Contingentemitbegriffen) verstärkt. Am 20. Februar 1799 erklärte das Directorium: dass seine Truppen nachDeutschland vorrücken würden. Anfangs März führte Jourdan die Donau-Armee (42,000 Mann)zwischen Basel und Strassburg, Bernadotte die Observations-Armee (10,000 Mann) bei Mann-heim über den Rhein, und Massena setzte sich mit 35,000 Mann gegen Graubündten in Bewegung.

Am Anfänge des Jahres 1799 zählte die österreichische Kriegsmacht 353,000 Mann.Hiervon blieben 70,000 Mann als Garnisonen, Cadres und Reserven in den Provinzen zurück.In Deutschland befehligte Erzherzog Karl 108,000 Mann (mit Einschluss der Reichscontin-gente); 25,000 Mann standen in Vorarlberg und Graubündten; 55,000 in Tirol und imEngadein. Feldmarschall-Lieutenant Kray hielt Italien mit 88,000, ein Corps von 8000 MannDalmatien besetzt. 35,000 Russen verstärkten Anfangs April unter Feldmarschall Suworowdas österreichische Heer in Italien.