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Noch vor dem Friedensschlüsse wurde Jellachich (im October 1800) zumFeldmarschall-Lieutenant befördert und zurrt Divisionär in Peterwardein, später inKarlstadt ernannt. Bei Ausbruch des Krieges im Jahre 1805 stand Jellachichzu Anfang September mit 21 Bataillonen und 6 Schwadronen bei Innsbruckund Imst, und hatte Mack’s linke Flanke zu decken. Am 4. October in dieGegend von Leutkirch und Wurzach abberufen, liess er 1 Bataillon und 2 Schwa-dronen zur Deckung der begonnenen Yerschanzungen bei Lindau zurück, undbeorderte die übrigen Abtheilungen zur Vereinigung nach Biberach, die in derNacht vom 7. auf den 8. October ausgeführt werden sollte. Noch waren indessennicht alle Bataillone an dem Sammelorte eingetroffen, als Jellachich die Weisungerhielt, mit dem ganzen Corps unverweilt nach Ulm aufzubrechen. Er erreichtediese Stadt am Morgen des 8., und wurde mit der Besetzung derselben und derBefestigung der naheliegenden und beherrschenden Anhöhen beauftragt.
Als aber am 11. October die Nachricht einlief, dass eine beträchtliche feind-liche Abtheilung die Donau bei Wertingen überschritten habe und sich gegen dieIller bewege, erhielt Jellachich den Befehl, mit 8 3 / 4 Bataillonen und 6 Schwa-dronen am 13.. von Ulm aufzubrechen, um die Grenzen Vorarlbergs so schnell alsmöglich zu erreichen, während des Marsches alle Brücken über die Iller zu zer-stören, die gegen Ulm anrückenden österreichischen Truppen aufzunehmen unddie Besatzung von Memmingen an sich zu ziehen. Obgleich er mit der HauptcolonneOchsenhausen am nämlichen Tage ungehindert erreichte, so konnte doch die zurDeckung seiner linken Flanke, zur Zerstörung der Iller-Brücken und zur Verbin-dung mit der Besatzung von Memmingen entsendete Seiten-Colonne (General Mayermit einer Abtheilung) ihren Auftrag nicht erfüllen, da sie schon bei Kirchbergauf eine schwache, und später bei Egelsee auf eine 5 bis 6000 Mann starke feind-liche Colonne stiess, die den Weg nach Memmingen bereits verlegt hatte. GeneralMayer warf sich in die Gebirge und schloss sich am Abend nach einem höchstbeschwerlichen Marsche wieder an die Hauptcolonne an. Die vom Feinde ringseingeschlossene Besatzung von Memmingen ergab sich am Abend des 14. October.Jellachich, welchem dieser unerwartete Verlust höchst fühlbar war, da er jetztini Ganzen nur 5500 Mann zu seiner Verfügung hatte, zog sich von Leutkirch,wohin er am 15. gelangte, gegen Isny, Wangen und Ravensburg zurück, wo erden Ausgang der Ereignisse bei Ulm um so eher abwarten zu können glaubte, daseine rechte Flanke durch die Besetzung der Defileen von Kempten, Füssenund Reutti bis nun gedeckt war. In dieser Stellung hielt ihn theils die Sorge umdie zu Bregenz und Feldkirch aufgehäuften Vorräthe, theils eine Reihe von Miss-verständnissen so lange zurück, bis selbst die ihm angeordnete und einzig möglicheVerbindung durch den Vintschgau unausführbar wurde.
Bei demRückzuge der Armee aus Tirol und der Aufforderung desErzherzogsJohann, ihm zu folgen, setzte J e 11 a ch i c h am 5.November wirklich einenTheil seiner