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zu dem Oguliner Grenz-Regimente transferirt, wurde Jellachicli am 1. März1794 Oberst im Sluiner Regimente und erhielt das Commando des in diesem Jalireerrichteten croatischen Scharfschützen-Corps, ■welches zur Armee an den Rheingezogen wurde. Hier wirkte er sehr verdienstlich mit und erkämpfte sich einenvortheilhaften Ruf. Am 15. März 1794 hei Wüllen angegriffen, musste Jellacliichvorerst die Position räumen, eroberte sie jedoch wieder. In dem Gefechte beiTempleuve (22. Mai) riss bei dem Rückzuge unserer Avantgarde Unordnungein, die sich endlich auch unter der in der ganzen Fronte auf Vorposten zerstreu-ten Mannschaft seines Scharfschützen-Corps verbreitete. Alle Truppen mussteneinen Graben passiren, über welchen nur eine Brücke sich befand; bedeutenderNachtheil war also zu befürchten, wenn die französische Cavallerie nachsetzte.In dieser gefährlichen Lage stellte sich der Oberst Jellachicli auf eine grosseEntfernung von jener Brücke zurück, und rief seinen Leuten in der Landessprachezu: „Scharfschützen! ich bin hier zur Vertheidigung des Rückzuges ganz allein.Wenn ihr wahre Grenzer und Männer von Muth seid, so sammelt euch umeuern Obersten!“ Allsogleich riefen sich Mehrere zu: „Männer, die ihr keineFeigen seid, unser Oberst ist zurück. Er heisst uns, sich um ihn zu sammeln!“Ehe noch der Feind herangekommen war, waren schon alle, auch die entfern-testen Scharfschützen, um ihn versammelt. Er stellte sich hierauf mit denselbenvortheilhaft auf, und behauptete sich so lange, bis die Truppen die Brücke pas-sirt und sich hinter derselben aufgestellt hatten. Im Treffen bei Meissenheim(8. December) erstürmte Jellachicli den gut besetzten Posten bei Odenbach,behauptete am 31. Mai 1796 in dem Gefechte bei St. Wendel an der Blies dieStellung bei Neukirchen aufs Rühmlichste, und nahm mit Hülfe der Ulilanen8 Officiere und 290 Mann gefangen. In der Schlacht bei Würz bürg deckte erdie Cavallerie des rechten Flügels, und führte im Treffen bei Aschaffenburg mitbesonderer Umsicht die erste Abtheilung der Avantgarde. Diese Verdienste wurdendurch die Beförderung zum General-Major (Februar 1797) belohnt.
Als solcher kam Jellachicli zur Armee nach Italien, erntete anfangs nam-hafte Vortheile, konnte jedoch später, von Massena geschlagen, seine Vereini-gung mit Suworow nicht durchsetzen. Seine schönste Waffenthat, für welche ihmauch ausser Capitel das Ritterkreuz zu Tlieil wurde, war die BehauptungFcldkirchs im Vorarlbergischen am 22. und 23. März, wo er, unter Feldmar-schall-Lieutcnant Ilotze stehend, von der ganzen Macht des französischen GeneralsOudinot, der die 111 übersetzt hatte, heftig gedrängt, den Angriffen nicht nurkräftig widerstand, sondern auch die ersten Abtheilungen des Feindes in denFluss sprengte. Die zweite Attaque auf Feldkirch hatte Massena mit eigens hiezugewählten Truppen unternommen. Jellachicli behauptete aber mit seltenerAusdauer diese Position und zwang den Gegner mit empfindlichem Verluste zumRückzuge über den Rhein bis Balzers an der Graubündtner Grenze.
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