525
tlial. Nach einem lebhaften Gefechte bemächtigte er sich der Stellung von Lavis,verfolgte den Feind bis Trient, besetzte diese Stadt am 10., eroberte 2 Kanonenund machte 300 Gefangene. Bald darauf vertrieb er die Franzosen auch aus Rove-redo, Torbole und Riva, säuberte Tirol, erbeutete mehrere Kanonen und machteviele Hundert Gefangene. Diese glücklichen Unternehmungen wurden über La cy’sVorschlag vom Kaiser mit dem Ritterkreuze belohnt.
Im Jahre 1799 war Tirol anfänglich wieder der Schauplatz von Loudon’sWirken; später stiess er zur Armee des Generals der Cavallerie Melas, und erhieltdas Commando einer Grenadier-Brigade. In der Schlacht bei Novi hielt sichLoudon tapfer und wurde belobt; im Gefechte bei Torbigo am 31. Mai 1800warf er den Feind mit Verlust zurück und verhinderte sein weiteres Vordringen.
Nach hergestelltem Frieden zum Feldmarscliall-Lieutenant befördert, erhieltLoudon ein Divisions-Commando in Galizien, im Feldzuge 1805 eine Divisionin Deutschland im Corps des Feldmarschall-Lieutenants Grafen Riescli. In demheissen Treffen bei Elchingen am 14. October hielt sich Loudon durch eineganze Stunde mit zäher Ausdauer, schlug zwei Angriffe des Generals Loison aufden Posten der Abtei ab und wich erst, als dieser von der Division Malher unter-stützt den'dritten gelungenen Angriff mit Übermacht unternahm.
Loudon war übrigens auch im Jahre 1809 bei der Reserve-Armee in Mährenangestellt, verliess nach dem Wiener Frieden die activen Dienste und lebte aufseinem Gute Iladersdorf bei Wien, wo er am 22. September 1822 starb.