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1 (1857)
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Am 12. März erklärte das Directorium den Krieg gegen Österreich.

Der Erzherzog brach am 3. März aus seinem Hauptquartier Friedberg mit 80,000 Manngegen Jourdan auf, den er am 21. bei Osterack und am 26. bei Stoekach schlug.

Die französische Donau-Armee ging in den ersten Tagen des Aprils bei Kehl, Bernadottebei Mannheim über den Rhein zurück.

. Massena hatte am 3. März das Oorps des österreichischen Generals Auffenberg bei Churgeschlagen; er besetzte Graubündten, General Lecourbe das Engadein. Doch des ErsterenAngriffe gegen die bei Feldkirch aufgestellten Österreicher (Iiotze und Jellachicli) scheiter-ten. Eben so wenig vermochten Lecourbe und Dessoles sich in den eroberten Pässen Tirols zubehaupten. Massena übernahm nach Jourdans Rücktritt den Oberbefehl. Anfangs Mai drangFeldmarschall-Lieutenant Graf Bellegarde aus Tirol ins Engadein ein. General Hotze eroberteden Luciensteig (14. Mai) und reinigte Graubündten.

Der Erzherzog ging am 23. bei Schaffhausen über den Rhein, schlug seinen Gegner beiWinterthur am 27. Mai und Zürich am 4. Juni, und kehrte gegen Ende August über denRhein nach Deutschland zurück, nachdem General-Lieutenant Fürst Korsakow mit 26,000 Russenin der Schweiz eingetroffen war. Feldmarschall-Lieutenant Iiotze blieb mit 25,000 Österreichernin Graubündten und der Schweiz.

Ende August führte der französische General Müller 30,000 Mann bei Mannheim über denRhein und griff Philippsburg an, hob aber die Belagerung bei der Annäherung des Erz-herzogs Karl am 12. September wieder auf und zog sich hinter den Rhein zurück. Am 18. nahmErzherzog Karl Mannheim mit Sturm. Nachdem er einige Truppen hier zurückgelassen,näherte er sich der Schweiz bis Yillingen. Der zum Obergeneral der Rhein-Armee ernannteLecourbe ging gegen die Mitte Octobers bei Oppenheim über den Rhein, besetzte Mannheimund Heidelberg und blockirte Philippsburg. Indess besiegte General-Major Fürst Hohenlohebei Bönigheim am 3. November den französischen General Ney, und einige Tage darnach wurdePhilippsburg entsetzt. Lecourbe erfocht am 16. Vortheile über die Österreicher und umschlossdie Festung sogleich wieder. Anfangs Deeember wurde sie aber durch Foldmarschall-LieutenantGraf Sztaray nochmals entsetzt und die Nachhut Lecourbes, W'ährend sie über den Rheinretirirte, bei Wisloch' geschlagen.

Gegen Ende August hatte eine englisch-russische Flotte ein bedeutendes Corps nach Nord-Holland geführt, welches anfangs über die holländischen Truppen Vortheile erfocht, dann aber,durch General Brune geschlagen und durch Krankheit beinahe aufgelöst, Ende October dasLand mit Vertrag räumte.

General-Lieutenant Korsakow wurde von Massena bei Zürich am 25. und 26. Septemberbesiegt, und eilte über Schaffhausen nach Deutschland. An dem ersten dieser beiden Tage wurdenauch die Österreicher von der Linth verdrängt. Feldmarschall-Lieutenant Hotze fiel. Das öster-reichische Corps zog sich nach St. Gallen zurück und ging am 27. bei Rheineck hinter den Rhein.

Feldmarschall Suworow war mit seinen Russen im September aus Italien über die Alpennach der Schweiz abgegangen. Er traf am 30. September zu Glarus ein, und zog sich auf dieNachricht von Korsakows Niederlage nach Graubündten, schlug Massena und Lecourbe, dieihn verfolgten, am 5. October bei Matten und erreichte über Feldkirch Süd-Deutschland, woer sich mit Korsakow vereinigte.

Die Unfälle welche den Russen in der Schweiz und in Holland widerfuhren, bewogenden Kaiser Paul, gegen Ende des Jahres 1799 seine Truppen abzuberufen und sich von derCoalition zu trennen.