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Drei und fünfzigste Promotion (vom 8. Juli 1797).Allerhöchste Verleihung ausser Capitol.
RITTER.
LOUDON, Ern es t Alexius Freiherr von, Feldmarschall-Lieutenant, Neffe desgrossen London und der letzte männliche Sprosse dieses Geschlechtes, war zuRiga im Jahre 1762 geboren. Sein berühmter Oheim bestimmte ihn für denSoldatenstand, und gab ihm eine demselben entsprechende Erziehung. Bei Aus-bruch des bayerischen Erbfolgekrieges kam Loudon als Lieutenant in des Feld-marschalls Regiment, durchlief rasch die unteren Officiers-Chargen, und war imTürkenkriege Major. Vorerst als Flügel-Adjutant bei seinem Ohm verwendet, wurdeer (am 29. November 1789) nach dem Tode des älteren Bruders Johann GideonGeneral-Adjutant und Oberst-Lieutenant, und, als Feldmarschall Loudon starb,Oberst im Regimente.
Der Krieg gegen Frankreich gab Loudon Gelegenheit umfassendereThätig-keit zu entwickeln. Bei der Einnahme der Weissenburger Linien und bei derVorrückung auf Brumpt im Jahre 1793 zeichnete er sich zuerst aus; schlugdann im December des Feindes Angriffe auf Neuburg zurück, und erwarb sichdurch die Vertheidigung von Cassel (am 27. September) und Kostheim (3. October1795) die besondere Zufriedenheit des Kaisers, der ihn im März 1796 zum General-Major beförderte. Nun wurde ihm ein grösserer Wirkungskreis in Tirol angewiesen.Als Anfangs September der Entsatz von Mantua durch Feldmarschall Wurms erversucht wurde, blieb Feldmarschall-Lieutenant David ovicli zur Deckung derLandesgrenze mit einem Corps zurück. Loudon commandirte eine schwacheBrigade gegen Graubündten und dem Veltlin, und verstand seine Dispositionenso klug zu treffen, dass Feldmarschall-Lieutenant Davidovicli die Stellung beiNeumarkt bis Ende November, dem Zeitpuncte, wo er die Cantonirungen bezogen,halten konnte. Kaum waren die Operationen im folgenden Jahre eröffnet, so unter-nahm Loudon eine Diversion gegen Brescia und Bergamo, um die Operationender Hauptarmee von Rivoli in die Ebene gegen die Etsch zu unterstützen.
Anfangs März wurde er mit seiner nur 2100 Mann starken Brigade nachVal di N o s entsendet, musste aber vor der feindlichen Übermacht über Bozen nachMeran zurückweichen. Hier verstärkt und von der thätigen und muthvollen Landes-vertheidigung Unterstützt, ergriff er zu Ende dieses Monats die Offensive, schlugam 27. den französischen General Serviez hei Glanig, nahm am 4. April Bozenein, kam den Franzosen in Rücken und nöthigte sie zum Rückzuge in das Puster-