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Feuer, welches bis 7 Uhr Morgens dauerte. 500 Bomben und glühende Kugelnfielen in die Stadt und zündeten an mehreren Orten. Bis gegen Ende des Monats Julidauerte die Bescliiessung fort, aber die Belagerten hielten um so tapferer Stand, alssie bereits Nachricht von dem nahen Entsätze erhalten hatten. Bonaparte, derdie Gefahr ahnte, beschloss am 29. die Belagerung aufzuheben und den Belage-rungstrain, der aus Mangel an Pferden nicht fortgeschafft werden konnte, aufzu-opfern. Kaum erfuhr Canto d’Yrlds den Abzug der Franzosen, als er sieauch nach allen Richtungen verfolgen liess. Geschütze, Bagagewägen und Gefan-gene wurden in grosser Zahl eingebracht. 180 Geschütze verschiedenen Kalibers,grosse Vorräthe von Pulver, Patronen, Bomben und Kugeln etc. etc. fielen inunsere Hände. Die Belagerer hatten in der Zeit vom 19. bis zum 31. Juli bei4000 Bomben, 2000 Granaten und 6000 glühende Kugeln gegen die Festungverwendet, und 28 Officiere und 800 Mann an Gefangenen eingebüsst. DieBesatzung verlor vom Tage der Einschliessung bis zum letzten Juli 17 Officiereund 970 Mann an Todten, Verwundeten und Gefangenen, aber die Zahl derKranken war nahe bis auf 4000 gestiegen.
Canto d’Yrles’ Verdienste um die Erhaltung des Platzes lohnte der Kaisermit dem Commandeurkreuze. Indessen hatte Mantua’s Befreiung nur kurzeZeit gedauert, da schon einige Tage nach der unglücklichen Schlacht vonCastiglionedie zweite Blockade und Belagerung ihren Anfang nahm, und mit der Capitulationam 2. Februar 1797 endete.
Nach dieser Katastrophe zog sich der körperlich sehr zerrütteteFeldmarschall-Lieutenant Canto d’Yrlds in den Ruhestand, und verschied zu Warasdin am10. April 1797.
RITTER.
RUKAVINA von Bonyograd, Matthias Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant,Inhaber des 52. Infanterie-Regiments, Officierssohn, war zuTernowacz inCroatienim Jahre 1737 geboren.
Im August 1755 betrat Rukavina als Fahnen-Cadet bei Joseph Eszterhäzy-Infanterie die militärische Laufbahn, und wurde im folgenden Jahre wegen aus-gezeichnetem Wohlverhalten in der Schlacht bei Lobositz Unterlieutenant bei demdamals neu errichteten Infanterie-Regimente Johann Pälffy. In allen in diesemKriege vorgefallenen Schlachten und Belagerungen hatte sich Rukavina, nament-lichbeiGlatz, so hervorgethan, dass er, schon 1758 zum Oberlieutenant befördert,vonLoudon belobt wurde. Er erhielt in dieser Epoche mehrere Blessuren, trat dannin das Likkaner Regiment, wo er IJauptmann, im Februar 1778 vorzugsweise zumMajor bei den Ottochanern befördert wurde und mit seinem Bataillon die Vor-posten bei der Loudon’schen Armee versah.