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1 (1857)
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tember 1762) bei, rückte 1768 zum Major vor und war im October 1773 Oberst-Lieutenant und Commandant eines Grenadier-Bataillons, welches Commando erbis zu der im Jänner 1779 erfolgten Beförderung zum Obersten beim 2. Garnisons-Rcgimente (Infanterie-Regiment Nr. 6) bekleidete und im November 1783 zum1. Garnisons- (5. Infanterie-) Rcgimonto übersetzt wurde.

Als der Krieg wider die Türkei ausbrach, rückte Canto d’Yrlös mit einemBataillone dieses aus ITalbinvaliden zusammengesetzten Truppenkörpers an dieGrenze der Moldau und besetzte den Pass von Rohatyn, den er gegen einenfeindlichen Angriff (24. April 1788) nicht nur standhaft behauptete, sondern demFeinde unter anderen Trophäen auch eine Fahne abnahm, welche dem Bataillonals Andenken an seine Tapferkeit zu führen gestattet wurde 4 ). Er kam hieraufmit dem Regimente zur Belagerung von Chotym, avancirte 1789 zum General-Major und wurde nach Einnahme dieses Platzes mit dem Commando desselbenbetraut.

Später kainC anto d’Yrles zur Armee nach Italien und wurde zumComman-danten der wichtigen Festung Mantua ernannt, welchem ehrenden Vertrauenim Jahre 1795 die Ernennung zumFeldmarschall-Lieutenantfolgte. Canto d’Yrl es’thätigste Sorge war, dieses Bollwerk Oberitaliens in entsprechenden Vertheidigungs-stand zu setzen, und dies einmal geschehen, konnte man getrost von dem umsichtigenGeneral die Erhaltung des Platzes erwarten. Als Feldzeugmeister Beaulieu seinenRückzug über den Mincio antrat (Mai 1796), blieb Mantua dem Angriffe derfranzösischen Heeresmacht ausgesetzt. Am 4. Juni begann die Belagerung desPlatzes und währte bis 1. August, wo Tages vorher Serrurier genöthigt wardieselbe aufzuheben.

Dem Festungs-Commandanten standen als Besatzung 11,000 Mann Infanterie,450 Reiter, 800 Artilleristen, 60 Matrosen, mit denen die im See stationirte Kano-nier-Schaluppe, 7 Tschaiken und einige Überfahrtsschiffe bemannt waren, zurVer-fiigung. An Munition war kein Mangel, wohl aber an Mundvorräthen, doch hatteman berechnet, dass sich die Besatzung drei Monate halten könne. Da die Werkeder Festung nach erfolgter Einschliessung noch nicht im völligen Vertheidigungs-stand waren, so glaubten die Franzosen, sich derselben durch einen Handstreichbemeistern zu können, wurden aber bei diesem Versuche am 4. Juni mit Verlustzurückgeschlagen. Am 17. Juni, am 6. und 16. Juli liess Canto d’Yrles Aus-fälle unternehmen, theils um die Angriffsarbeiten der Franzosen zu recognosciren,theils um grüne Fourage zu erhalten. Am 18. bestürmten die Belagerer die Aussen-werke und wurden abermals zurückgeschlagen, dann begannen sie Abends das

*) Die bestandenen Garnisons-Regimenter, spater in Bataillone formirt, führten bekanntlich keine Fahnen, und es wardiese Bewilligung eine besondere Auszeichnung. Diese Trophäe kam in der Folge an das 3. Garnisons-Bataillon,und nach Reducirung desselben im Jahre 1855 in das kais. Arsenal zur Aufbewahrung.

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