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Eifer zu erhalten, benutzte Schellenberg die im früheren Jahre erworbeneKenntniss der Gegend, drang bei den Verschanzungen vorbei, bewältigte einenihm bekannten Eingang des Dorfes Höchstheini, und gelangte dadurch den Retran-chements und ihren Besatzungen in den Rücken, in welchen Alles, was nicht dieFlucht ergriffen hatte, niedergemacht, die Artillerie erobert und den übrigenStunncolonnen das Vorrücken wesentlich erleichtert wurde.
Im Jahre 1796 wurde Schellenberg General-Maj or und 1800 F el dmarschall-Lieutenant. Bis zum Frieden von Luneville blieb er bei der operirenden Armee inVerwendung, und nahm an den Begebenheiten in Italien Tlieil, so wie er auchnach der Schlacht von Marengo, vom General der Cavallerie Melas mit denFeldmarscliall-Lieutenants Keim und Ott zu einer Berathung zugezogen, fürungesäumten Waffenstillstand stimmte. Nach dem Frieden erhielt Schellenbergein Divisions-Commando in Lemberg.
Er beschloss seine ausgezeichnete Laufbahn zu Napagedl in Mähren am 8. Sep-tember 1801.
WILLIAMS, James Ernest Freiherr, Oberst, Engländer von Geburt, warbei dem Schiffswesen angestellt. Kaiser Joseph lernte ihn zu Ostende kennenund nahm ihn in seine Dienste. Bei Eröffnung des Krieges gegen die Pforte wurdeWilliams Capitän eines Kriegsschiffes vor Semlin, 1789 Major, und im Februarmit Oberst-Lieutenant Muner nach Triest gesendet, um für die Donau-FlottilleMatrosen zu werben. Nach der Rückkehr zur Armee erhielt er das Commandoder mit 24 achtzehnpfündigen Kanonen armirten Fregatte „Maria Theresia“, mitwelcher Williams auf der Donau gute Dienste leistete.
Im Jahre 1795 rüstete Williams Kanonier-Schaluppen am Rhein aus, undstand der operirenden Armee in vielen Gelegenheiten fördernd zur Seite. Unge-achtet die Franzosen die Festung Mainz bereits auf dem rechten Mainufer cer-nirt hatten, gelang es Williams, das grosse Naturalien-Magazin zu Rüsselsheimam 24. September zu einer Zeit zu retten, wo die Verpflegung dieses Platzes nichtnur sehr wichtig, sondern auch von den grössten Folgen war. Am 3. Octoberunterstützte Williams die Land-Attaque auf Kostheim durch 6 Tschaiken, mitwelchen er den Main hinauffuhr. Als unsere Truppen geworfen wurden, rückte erdes feindlichen Feuers ungeachtet so weit vor, dass der eindringende Feind in dieFlanke genommen wurde und Williams seine Stellung durch 5 Stunden behaup-ten konnte, obgleich er am Fuss verwundet wurde. Einige Tage später verjagteWilliams mit zwei Kanonier-Schaluppen die Franzosen aus Weissenau, und alssie am 18. October die Blockade von Cassel aufhoben, verfolgte er sie mit 4 Schiffenund verhinderte die Übersetzung von Truppen auf das linke Ufer; in der Nacht vom18. auf den 19. alarmirte der rastlose Officier die Besatzung in den Linien vorMainz undwirkteam 29. beider Erstürmung dieser Linien so ausgezeichnet mit,