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dass er mit dem Ritterkreuze belohnt wurde. Williams hatte den Befehl, mitseinen Schiffen und 800 Mann eine Diversion in des Feindes Flanke zu unternehmen.In dieser Absicht fuhr er den Rhein stromaufwärts gegen Nakenheim, zog eine inder Nonenau befindliche Compagnie von Schröder-Infanterie an sich, setzte dieMannschaft ans Land, bemächtigte sich der Dörfer Bodenheim undNakenheim, nahmmehrere Gefangene und Munitions-Vorräthe, und erschien im Rücken und in derFlanke des Feindes, der dadurch seine Linien eiligst zu verlassen bemüssigt war.Mit gleich günstigem Erfolge war sein freiwilliges Anerbieten, die Rheinbrücke vorMannheim am 10. November zu zerstören, gekrönt. Mit 3 Pontons und einigenFreiwilligen nahte er der Brücke, riss 15 feindliche Pontons aus derselben herausund brachte sie nach Worms. Noch vor Ablauf des Jahres im Decembor unter-nahm Williams mit 16 Schiffen eine Fahrt von Mainz bis Ehrenbreitstein, underbeutete 2 feindliche mit Hafer befrachtete Schiffe.
Im Jahre 1796 wurde Williams Oberst-Lieutenant im General-Stabe, bliebjedoch mit dem Commando der Kriegs-Flottille beauftragt, welche unter seiner Leitungbis zum Luneviller Frieden noch manche schöne That auszuführen Gelegenheithatte. Im Jänner 1797 erhielt Williams Urlaub nach London, und kehrte vorAusbruch der Feindseligkeiten zurück, commandirte im November die Fregatte„Austria“ bei Triest, und recognoscirte die Küsten von Istrien und Dalmatien.Hierauf kam er zur Armee nach Italien mit dem Aufträge, das Schiffswesen zuleiten. Mit grosser Energie unterzog er sich dieser Anordnung, und befuhr schonim März 1799 den Bodensee mit Kriegsschiffen. Am 13. April protegirte er denAngriff des Generals Piacsek auf Oonstanz, rückte im Mai nach St. Gallen vor,bemeisterte sich 3 Kanonen und 2 Munitionskarren, streifte an den Ufern desBodensees und machte beträchtliche Beute. Von hier wurde er beordert, aufdem Züricher See eine Flottille auszurüsten, welche auch im August in Thä-tigkeit trat, und vorzüglich bei dem Angriffe auf Lachen mitwirkte; diesen Ortbewarf er mit Ilaubitz-Granaten und vertrieb die Franzosen daraus.
Williams trat 1803 als Oberst aus den activen Dienst. Er starb zu Wienam 27. August 1804 im 43. Lebensjahre.
WEYROTIIEK, Franz von, General-Major, zu Wien 1755 geboren. Feld-marschall Lacy war sein Gönner, und verlieh ihm 1777 eine Fähnrichstelle.Schon im Türkenkriege gab Weyrother Beweise von Umsicht und Geschick-lichkeit und wurde zum Hauptmann bei Erzherzog Ferdinand-Infanterie befördert,und bald darnach in den General-Stab eingetheilt. Die theoretischen Kenntnisse,die er bei mehreren Gelegenheiten mit grossem Erfolge zur Geltung brachte, ver-dankte Weyrother diesem väterlichen Freunde.
Vom 1. November 1794 bis zu seiner Verwundung am 30. August 1795 standWeyrother dem Gouverneur der Festung Mainz, General-Major von Neu, als