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1 (1857)
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der Strasse von Wurzen nach Leipzig im Gefechte gestanden, und Paunsdorf — denSchlüssel der feindlichen Position — genommen hatte, folgte er dem Corps des Feld-marschall-Lieutenants Grafen Bub na nach Italien, und wurde zu Ende Docemberzur Verteidigung des wichtigen Genf belassen. Am 3. Jänner 1814 nahm er dasdiese Stadt bedrohende Fort l’Ecluse, und sperrte dadurch den Franzosen dieIlauptstrassc von Lyon nach Genf; dann setzte er sich nach mehreren glücklichenGefechten und nach der Einnahme des wichtigen Passes la Grotte (30. Jänner)in Savoyen fest, und besetzte Ende März Annccy und Chambory. Das Commandeur-kreuz des Leopold-, das Grosskreuz des sardinischen Mauritius- und Lazarus-Ordens und das Ritterkreuz des russischen Wladimir-Ordens 3. Classe waren dieAnerkennungen seines umsichtigen Benehmens.

Zcchmeistcr starb zu Wien am 29. September 1819.

SCHELLEMBEKG, Joseph Freiherr von, Feldmarschall-Lieutenant, war zu Wien1735 geboren und im 16. Lebensjahre Fähnrich im 12. Infanterie-Regimente. Imsiebenjährigen Kriege stieg er bis zum Ilauptmann vor. Seine eifrige Verwendungin der Friedensepoche hob ihn stufenweise bis zum Obersten im Regimente, welcheCharge er nach 40 Dienstjahren erreichte.

Schon im Kriege gegen die ottomanische Pforte hatte Schellenberg beider Belagerung von Chotym 1788 so grosse Proben von Umsicht und Tapfer-keit an den Tag gelegt, dass er zum Oberst-Lieutenant befördert wurde. In derSchlacht bei Fokschan führte er sein Bataillon bei dem Sturme auf KlosterSamuel eben so ausgezeichnet, wie in jener bei Martinestje.

Die erste Belagerung von Mainz im Jahre 1793 gab dem schon nach demTürkenkriege beförderten Freiherrn von Schellenberg Gelegenheit, dieÖrtlichkeit dieses Platzes genau kennen zu lernen und später auf das Vortheilhaf-teste zu benützen. Inr August 1794 vertheidigte Schellenberg mit Wurmser-Tlusaren das Dorf Pellingen unweit Trier auf das Rühmlichste; als er aber derfeindlichen Übermacht weichen musste, führte er den Rückzug in grösster Ord-nung aus, so wie er im October bei der Retirade von Coblenz über den Rheindiese in der Stadt zu decken hatte und sich mit dem Regimente für die muster-hafte Ordnung die Zufriedenheit des commandirenden Generalen erwarb. Bei demunter Feldzeugmeister Clerfayt erfochtenen herrlichen Siege vor Mainz (am29. October 1795) führte Schellenberg als Qua-Brigadier das erste Treffen(2 Bataillone Manfredini) der zweiten vom Feldmarschall-Lieutenant Staadercommandirten Colonne mit so grosser Bravour, dass ihm hiefiir das Ritterkreuzzuerkannt wurde. Er befand sich stets an der Tete seiner Bataillone, welche durchdas heftige feindliche Feuer und die beinahe unüberwindlichen Hindernisse derfeindlichen, durch Kunst und Natur für uneinnehmbar gehaltenen Verschanzungensehr grossen Verlust zu erleiden hatten. Um den Muth der Truppe in gleichem