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1 (1857)
Entstehung
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377
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Abensberg von der Mitte, scblug ihn am 21. bei Landsliut, und liess ihn dann durchdie Divisionen Molitor und Wrede bis an den Inn verfolgen, während Davoustund Lefebvre den Erzherzog Karl an der Laber festhielten. Im österreichischenHauptquartiere waren diese unglücklichen Ereignisse vollkommen unbekanntgeblieben. Der Erzherzog liess sich durch die Thätigkeit der ihm gegenüberste-henden feindlichen Abtheilungen über ihre Stärke täuschen, und wollte erst nachder Ankunft des zweiten Armeecorps (Kolowrat) zu einem ernstlichen Angriffeschreiten. Die ausserordentliche Ermüdung dieser Truppen, die am 22. durchKegensburg zogen, verzögerte die Ausführung dieses Entschlusses bis zum Mittagdes eben erwähnten Tages, und führte dadurch die Niederlage bei E ckmühl herbei.Der Erzherzog wich am 23. über Reg ensburg, das am 20. von Kolowrat mittelstCapitulation genommen worden war, und nun von ihm zur Deckung des Rückzugesvertlieidigt wurde, nach Cham zurück, wo er sich mit Bellegarde vereinigte.Napoleon liess seinen weichenden Gegner nur schwach verfolgen, und zog längsder Donau gegen Wien, wo er, Hiller’s Widerstand bei Ebelsberg und Steyerüberwältigend, am 13. Mai einzog. Der Erzherzog hatte nach seiner Vereinigungmit Be 11 egarde wieder 78,000 Mann zur Verfügung. Er war von den erlittenenUnfällen keineswegs erschüttert und fest entschlossen, die Offensive wieder zuergreifen, zu welchem Ende er entweder bei Linz, Mauthhausen oder Krems aufdas rechte Donauufer übergehen und Hiller an sich ziehen wollte. Er liess seinerechte Flanke durcliKlenau, seine linke durchKol o wrat decken, und rückte überKlattau nach Budweis, von wo er sich nach Umständen gegen Linz oder Kremswenden konnte. Die Armee langte am 3. Mai in Budweis an. Allein am nämlichenTage liess Hiller die Brücke bei Linz zerstören und zog sich an die Enns zurück.Der Erzherzog gab nun seinen anfänglichen Plan auf. Er beorderte den Feld-marschall-Lieutenant Hiller, bei Krems über die Donau zu gehen, die Brückebei Stein zu zerstören und die Ankunft der Haupt-Armee bei Wien zu erwarten.Der Erzherzog zog über Zwettel und Horn gegen die Hauptstadt. Er konnte zwarnicht mehr hoffen, sie vor dem Feinde zu erreichen, glaubte aber, dass sie sich biszu seiner Ankunft halten und dadurch der Armee den Übergang auf das rechteUfer der Donau ermöglichen w r erde. Die unerwartet schnelle Capitulation von Wienund der Abzug der Besatzung vereitelten diese Hoffnung. Nach dem Verluste diesesStützpunctes, bei dem Mangel an hinlänglichen Mitteln und der zu einem solchenUnternehmen ungünstigen Terraingestaltung, wäre der Versuch eines Donau-Über-ganges ein sehr gefährlicher gewesen. Die Entscheidung musste also auf demlinken Ufer erwartet und vorbereitet werden. Der Erzherzog führte die Armeeüber Stockerau an den Bisamberg, den sie am 16. erreichte und nun, theils amRussbacli, theils im Marchfeld verlegt, einige Ruhetage genoss. Mittlerweile hatteNapoleon nach einem verunglückten Versuche, sich an der „schwarzen Lacke“festzusetzen, von der Insel „Lobau“ aus den Übergang auf das linke Ufer der