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1 (1857)
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des Erzherzog Karl, mährische Freiwillige, Wiener Freiwillige) um beinahe 20,000Mann verstärkt wurde, zählte 300,000 Mann Infanterie und 32,800 Pferde.Sie wurde in selbstständige Armeecorps eingetheilt und sollte nach dem anfäng-lichen Operationsplane des General - Quartiermeisters Mayer ihre Hauptmacht(8 Armeecorps) in Böhmen vereinigen, und von hier aus nach Umständen zwischender Donau und dem Main, oder zwischen diesem und der Elbe operiren, währendkleinere Armeecorps vom Inn nach Bayern, aus Inner Österreich nach Tirol und Italienund von der Grenze Galiziens gegen Warschau Vordringen sollten. Indessen wurdedieser Plan plötzlich abgeändert. In Böhmen blieben blos das 1. und 2. Armee-corps unter Bellegar de; die anderen sechs Armeecorps (3., 4., 5., 6., dann das 1.und 2. Keservecorps) erhielten den Befehl, sich am Inn zu versammeln, um längsder Donau zu operiren. Am 27. März erklärte Österreich den Krieg gegen Frank-reich; am 1. April reiste der Erzherzog von Wien zur Armee ab, die er am 10. beiBraunau, Mühlheim und Schärding über den Inn führte. Die bayerische DivisonDeroy, welche die Isar zu vertheidigen suchte, wurde am 16. bei Landshut gewor-fen, München besetzt. Am 17. brach der Erzherzog gegen die Donau auf. Er hattedie Absicht, diesen Fluss zwischen Ingolstadt und Begensburg zu übersetzen, undsich bei Eichstädt mit den beiden aus Böhmen anrückenden Armeecorps (Belle-garde und Kolowrat) zu vereinigen. Als Österreich seine Armee in Bewegungsetzte, war die französische Streitmacht unter Da voust und Oudinot in Deutsch-land nicht bedeutend. Jedoch rückten eiligst Verstärkungen unter Massena,Molitor, Legrand u. a. über den Rhein. Davoust sammelte ein beträchtlichesCorps im Würzburgischen und zog gegen Regensburg. Oudinot deckte die Isarund den Lech mit französischen und rheinbündischen Trupp>en. Die beiden Heer-führer w^aren eine bedeutende Strecke von einander getrennt.

Ihre Vereinigung konnte von dem Erzherzog Karl verhindert, jeder von ihneneinzeln geschlagen werden. Indessen kam bald Bestimmtheit und Schnelligkeit inihre Bewegungen. Napoleon, von dieser gefahrvollen Lage unterrichtet, eilte am13. April von Paris nach Ingolstadt, wo er am 18. anlangte, und den OberbefehlausBerthier’s sclrwächerer Hand übernahm. Da voust erhielt Befehl, von Regens-burg am rechten Donauufer gegen Neustadt zu ziehen, Oudinot und M assenavon Augsburg gegen den linken Flügel der Österreicher vorzurücken. Die öster-reichische Armee zog, wie erwähnt, gegen Regensburg. Der Erzherzog beabsich-tigte, Davoust am 19. anzugreifen, den er in einem Lager zwischen Piel undWeinting w'ähnte. Am nämlichen Tage brach aber dieser von Regensburg gegenNeustadt auf. Die feindlichen Colonncn stiessen gegen Mittag auf einander. DasGefecht bei Hausen blieb unentschieden, aber die Vereinigung der französischenDivisionen Morand und Gudin mit der Haupt-Armee konnte nicht verhindertwerden. Am folgenden Tage griff Napoleon den österreichischen linken Flügel(5. und 6. Armee-, dann 2. Reservecorps) an, trennte ihn durch die Schlacht bei