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seiner natürlichen Kräfte, die Erleichterung seiner Bewegungen und die G eschick-lichkeit, die Waffen zu führen, zum Ziele haben. Dieses Ziel darf man nicht ausden Augen verlieren, und Alles, was solches hinausrückt oder schwieriger macht,ist verwerflich, “ machten dem alten Drillsystem ein Ende. Die Excrcitien derInfanterie wurden vereinfacht, die Handgriffe nur mehr bei dem Unterrichte desSoldaten geübt. Es wurde das Scheibenschiessen eingeführt, und die Mannschaftsowohl in geschlossener als in zerstreuter Ordnung fechten gelehrt. Beweglich-keit und Schnelligkeit traten nun an die Stelle der starren und langsamen Linien-taktik. Recruten- und Pferde-Depöts sorgten für den schnellen Ersatz an gleichbrauchbarer Mannschaft und Pferden; ein Kriegsarchiv, eine militärische Zeitschriftund militärische Unterrichts-Anstalten wirkten für die geistige Bildung des Heeres,welche der Erzherzog durch die zu diesem Zwecke von ihm verfassten Werke:„Grundzüge der höheren Kriegskunst für die Generale der österreichischen Armee,“und „Beiträge zum praktischen Unterricht im Felde für die Officiere der öster-reichischen Armee“ zu heben suchte. Die Organisirung der Volksbewaffnung undder Landwehr, welche der Kaiser nach einem vom Erzherzog Karl entworfenenund von einer gewissen Partei hartnäckig bekämpften Plane endlich anordnete(erstere am 12. Mai 1808, letztere am 9. Juni des nämlichen Jahres), erlaubte dasstehende Heer schnell zu ergänzen und zu verstärken, ohne die Kosten desselbenzu vermehren. Ein Gürtel von starken Festungen sollte die Monarchie in Zukunftschützen gegen ein so plötzliches feindliches Ilereinbrechen, wie es im Jahre1805 geschah. Indessen wurde dieser Plan nur höchst unvollkommen ausgeführt.Die von dem Erzherzog vorgeschlagene Befestigung von Enns und Salzburg unter-blieb gänzlich, und nur Komorn in Ungarn und Olmütz in Mähren wurden starkbefestigt. Während so der kräftige Wille und der schöpferische Geist des Erzher-zogs sein Vaterland für kommende Ereignisse erstarkte und vorbereitete, wurde ervon den tapferen Arragonen und Catalonen durch die Stimme des hcldenmüthigenPalafox im Juli 1808 zum Könige von Spanien und Indien ausgerufen, und ihmvon dem Admiral Collingwood die englische Flotte zur Verfügung gestellt.Der Erzherzog schlug die glänzende Krone aus.
Der unveränderliche Gedanke der österreichischen Regierung war die Wieder-herstellung ihrer früheren Macht. Es gab in dem österreichischen Cabinete keinePartei, die diesem Streben entgegenzuwirken gesucht hätte, wie es mehr als eineverdächtigende Stimme behauptete, es gab nur eine, die österreichischePartei. Aber diese Partei war in ihren Ansichten gctheilt. Ein Thcil derselben,an deren Spitze der Minister Graf Stadion stand, hielt Krieg, und zwar unge-säumten Krieg, für das sicherste Mittel zur Erreichung des erwähnten Zweckes;während der andere Theil den Krieg vermieden oder doch wenigstens bis zurVollendung der ins Leben gerufenen Wehranstalten verschoben wissen wollte. DerErzherzog neigte sich mehr dieser letzteren Ansicht zu. Welche Gründe ihn, den