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auf deren Bande die Worte standen: „Wlast brdnjme. Pewne stügme. Buh a Karels nämi“ j ). Um diese Zeit sprach auch der Kaiser die Absicht aus, dem Erzherzogdas Coinmando der Armee in Deutschland zu übergehen; allein die Gesundheit desPrinzen, der die angerathene Heise in die Bäder von Pyrmont unterlassen hatte,um sein Wirken in Böhmen nicht zu unterbrechen, war noch so leidend, dass erdiesen Antrag ablehnen musste. Mittlerweile drängten sich die Ereignisse in Deutsch-land und Italien mit furchtbarer Schnelle. Kray wurde besiegt, und wich bis anden Inn zurück. Der zu Parsdorf geschlossene und zu Hohenlinden mit schwerenOpfern verlängerte Waffenstillstand überlieferte Bayern dem Feinde. Melas unter-lag bei Marengo seinem jüngeren und glücklicheren Gegner. Der Tractat vonAlessandria gab Italien bis an den Mincio preis. Die Friedenshoffnungen wurdendurch Englands selbstsüchtige Politik zu Nichte gemacht. Der Krieg entbrannteaufs Neue. Der Erzherzog Johann (Kray’s Nachfolger) wurde von Moreaubei Hohenlinden, Bellegarde (Melas’ Nachfolger) von Brune am Minciogeschlagen. Moreau drang über Laufen und Salzburg in das Innere der öster-reichischen Erbstaaten vor. Da übergab der Kaiser dem noch immer kränkelndenErzherzog Karl das Ober-Commando der Armee in Deutschland. Der Erzherzoglangte am 16. December in Linz an, und übernahm am 17. das Commando derkaum noch 30,000 Mann starken Armee, deren kläglicher Zustand ihm, wie mansich erzählt, Thränen erpresste. Von seinem Gegner unter fortwährenden hitzigenNachhutgefechten bis Melk gedrängt, und in der Überzeugung, mit seinem erschöpf-ten und entmuthigten Heere der Übermacht unterliegen zu müssen, rieth der Erz-herzog dringend zum Frieden, und schloss vorläufig den Waffenstillstand von Steyor.
Noch vor Eintritt des wirklichen Friedens, dessen endlicher Abschluss grossenTheils dem patriotischen Eifer des Erzherzogs zu geschrieben werden muss, wurdedieser zum Feldmarschall und zum Präsidenten des Hofkriegsrathes ernannt, unddadurch mit der obersten Leitung des gesammten Kriegswesens betraut. Zugleichmit diesem wichtigen Amte erhielt der Erzherzog den Auftrag, das'österreichischeHeerwesen zu reorganisiren. Die bisherige Militär-Commission unter Lehrbachwurde aufgelöst. Thugut trat ab. Der Erzherzog widmete sich diesem neuenBeruf mit der angestrengtesten Thätigkeit. Mehr als irgend Jemand mit den Mängelnder Verwaltung und des Geschäftsganges bekannt, die ihm selbst so oft störendentgegengewirkt hatten, suchte er vor Allem erstere zu regeln, letzteren zu verein-fachen. Er wurde bei dieser durchgreifenden Reform, deren Zweckmässigkeit sichschon in der nächsten Zeit erprobte, von dem talentvollen Staats-ConferenzrathFassbender wirksam unterstützt. So wie Karl hier dem altgewohnten Schlen-drian mit Kraft entgegentrat, und den Augiasstall der Bureaukratie durch Circular-Rescripte und Instructionen reinigte, eben so liess er durch Militär - Commissionendie Abriclitungs- und Exercir-Reglements aller Waffengattungen verbessern und
*) Das Vaterland vertheidigen wir. Fest stehen wir. Gott und Karl mit uns.
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