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1 (1857)
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Gedanke, dass sicli Suworow in einem Hafen der italienischen Küste festsetzenwerde, beunruhigte beide Staaten. England beabsichtigte überdies eine englisch-russische Expedition unter dem Oberbefehl des Herzogs von York gegen Hollandzu entsenden. Russland dagegen hielt es für ehrenvoller, seine Siege ohne Bei-hülfe der Österreicher zu erkämpfen, und glaubte mit der. als leicht erachtetenEroberung der Schweiz den Krieg zu beendigen. In Folge dieser irrigen, jederstrategischen Grundlage entbehrenden, von dem Wiener Hofe leider zu bereitwilligangenommenen Pläne erhielt der Erzherzog den gemessenen Auftrag, aus derSchweiz abzurücken, und längs des Rheins nach der Mosel zu operiren, um dadurchdie erwähnte Expedition in Holland zu unterstützen, während Suworow denFeind in der Schweiz bekämpfen würde. Welche Ansicht der Erzherzog über dieseAnordnung hatte, ist in seiner Geschichte des Feldzuges von 1799 (II. Thl. S. 90)mit der ihm eigenen Klarheit dargestellt. Bevor er jedoch der ihm zugekomrpenenWeisung gegen seine bessere Überzeugung Folge leistete, wollte er noch durcheinen erkämpften Sieg das Einrücken Suworows erleichtern, und Korsakoff,der um diese Zeit mit ungefähr 20,000 Mann bei Schaffhausen angelangt war, dieStellung an der Limmat gesichert übergeben. Die Wahrscheinlichkeit, einen Siegzu erringen, war um so grösser, da Massena in der Mitte des August seinen linkenFlügel zu Gunsten des Centrums bedeutend geschwächt hatte, um mit dem von Ab-theilungen der Mitte verstärkten rechten Flügel den Gotthard und das Gelände desZüricher Sees zu erobern, wie ihm dies bis zum 17. August wirklich vollkommengelang. Der Erzherzog beabsichtigte daher in der Nacht vom 16. zum 17. Augustbei Dettingen über die Aar zu setzen, und die linke Flanke seines Gegners unddessen Verbindung zu gewinnen. Allein der Brückenschlag konnte wegen Unzu-länglichkeit der Mittel und Unfähigkeit der mit der Ausführung derselben beauf-tragten Individuen nicht stattfinden. Das Unternehmen scheiterte. Der Erzherzogspricht sich in der Geschichte des Feldzuges von 1799 (II. Thl. S. 133) über dieseunerwarteten Hindernisse mit strengen, aber wahren Worten aus:Wie schwerbüsst man nicht im Kriege oft die geringe Bildung der Officiere in Friedenszeiten!Der Feldherr, mit den Ansichten und Anstalten im Grossen beschäftigt, kann unddarf sich nicht mit der Zergliederung untergeordncterDienstverrichtungen befassen;eben so wenig erlaubt ihm der schnelle Gang der Ereignisse, seine Untergebenenin der Stunde ihrer Verwendung zu bilden, oder den Mangel ihrer Kenntnisse aufirgend eine Art zu ersetzen. Er kann nicht ernten, wo nichts gesäet worden, und ermuss sich mit den Werkzeugen bee:nüe:en, die ihm zu Gebote stehen. Sind dieseschlecht, so wird er entweder aus zu grosser Zuversicht auf ihre Mitwirkung sichin Unternehmungen einlassen, die sein Vermögen übersteigen und verunglücken,oder er wird, mit ihrer Untauglichkeit bekannt, schüchtern und langsam bei weitemdas nicht erfüllen, was der Staat von ihm fordert, u. s. w. Nach einigen Unter-handlungen mit Korsakoff, welche dem Erzherzog die Überzeugung verschafften,