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österreichischen Vorposten ohne Widerstand zurückzichen möchten, welches er demErzherzog in einem Schreiben (17. März 1799) stellte, wurde von diesem am21. März durch das Gefecht hei Osterach erwiedert. Jourdan wich nachStockach zurück. Der Erzherzog verfolgte ihn langsam. Bei Stockachkam es am 25. zur, vom Erzherzog nicht erwarteten, aber mit Zuversichtangenommenen Schlacht. Sein persönlicher Einfluss bringt den unter Feldmarschall-Lieutenant Merveldt bereits geschlagenen österreichischen rechten Flügel wiederzum Stehen; die endlich anlangende Verstärkung von 6 Grenadier-Bataillonen und12 Schwadronen Kürassiere entscheidet den Kampf zu Gunsten der Österreicher.Jourdan zog sich durch den Schwarzwald an den Rhein zurück und dankte ah.Sein Nachfolger (Ernouf) führte das französische Heer am 5. und 6. April beiKehl und Alt-Breisach wieder auf das linke Ufer desRheins. Bernadotte hob inder Nacht vom 5. zum 6. die Blockade von Philippsburg auf, und übergab dasCommando der Observationsarmee dem Generalen Collaud, der sie gleichfallshinter den Rhein führte. Der Erzherzog hatte Jourdan nur durch leichte Truppenverfolgen lassen. Er wurde in diesem Augenblicke, in welchem ein entschlossenesVorrücken gegen Masse na zu den wichtigsten Folgen führen konnte, erstlichdurch plötzliche Erkrankung und dann durch missbilligende Äusserungen derRegierung gelähmt, welche Tirol noch immer als den Schlüssel des Kriegsschau-platzes betrachtete und jede Offensive vor der Ankunft der russischenHülfstruppenunter Korsakoff untersagte. Der Erzherzog entsendete daher den GeneralSztäray mit 18 Bataillonen und 64 Schwadronen zur Beobachtung des Rheins,wandte sich mit der Hauptmacht langsam gegen die Schweiz, und bezog hinterEngen und Wahlwies Cantonirungen. Der Feind wurde vom 13. bis zum 17. Aprilaus den am rechten Rheinufer liegenden Orten Petershausen, Scliaffhausen undEglisau vertrieben. Dies waren aber auch die einzigen Ereignisse, die im Laufedes Monats April bei der Armee in Schwaben vorfielen. Der Erzherzog beabsich-tigte zwar schon am 10. April seine Operationen gegen die Schweiz zu beginnen,allein die erwähnte Krankheit, die ihn nöthigte, das Commando für einige Zeitdem Feldzeugmeister Wallis zu übertragen, dann Mangel an Lebensmitteln,welchem die schwerfällige Administration nicht zu begegnen wusste, und endlichhauptsächlich Missverständnisse, welche aus der Mehrheit des Commandos jenerArmeen (der Erzherzog in Schwaben, Hotze in Vorarlberg, Bellegarde inTirol) entsprangen, deren Operationsobject ein und dasselbe, nämlich die Schweiz,war: diese und andere aus den Anordnungen des leitenden Ilofkriegsrathes ent-springenden Hindernisse hielten den Erzherzog bis zum 21. Mai in Untliätigkeit.
Mittlerweile batten Kr ay undspäter Suworow diefranzösisckenPIeerfiikrerScherer und dessen Nachfolger Moreau an der Etsch und Adda geschlagen,Bellegarde das Engadein, Hotze Graubündten und nach heftigen Gefechten(1. und 14. Mai) den Luciensteig erobert. Erzherzog Karl liess nun am erwähnten