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rechte Ufer dieses deutschen Stromes war vom Feinde gereinigt, dem am Endeeines so glänzend begonnenen Feldzuges nur die beiden Brückenköpfe von Hünin-gen und Kehl blieben. Moreau suchte einen Waffenstillstand zu vermitteln, demder Erzherzog um so williger entgegenkam, weil es dann möglich geworden wäre,einen beträchtlichen Tlicil der Rhein-Armee auf dem kürzesten Wege nach Italienzur Rettung Mantua’s zu entsenden. In der Voraussetzung, dass diese Ansicht zuWien gebilligt werden müsse, setzte der Erzherzog einige Bataillone nach Tirol inMarsch. Allein es erfolgte der bestimmte Befehl, diese Truppenzurückzubeordern und Kehl, es koste was es wolle, zu erobern.Der Erzherzog gehorchte diesem Befehle gegen seine Überzeugung. Er sammelteein beträchtliches Belagerungs-Corps vor Kehl, schlug den starken Ausfall, wel-chen Moreau am 22. November unternahm, zurück, und zwang die Besatzungdes Brückenkopfes am 9. Jänner 1797 zur C.apitulation. Gleichzeitig mit Kehl warIlüningen durch den Fürsten von Fürst enb erg eingeschlossen worden. Der Erz-herzog begab sich nun nach Lörrach und betrieb die Belagerung Hüningens mitsolchem Eifer, dass es vom Feinde schon am 2. Februar mittelst Capitulationgeräumt wurde.
Wohl war man nun im Besitze dieser beiden wichtigen Puncte, allein auchdie nur zu gegründeten Besorgnisse des Erzherzogs waren eingetroffen. Währender vor Kehl festgehalten wurde, rückten 14 Halbbrigaden und 3 Reiter-Regimenterder Rhein- und Mosel-, und Sambre- und Maas-Armeen nach Italien. Mantua fielam Tage nach der Capitulation von Ilüningen. Das durch so viele Fehler undNiederlagen entmuthigte, bis auf 20,000Mann geschmolzene und seiner Auflösungnahe österreichische Heer war bereits hinter die Piave zurückgeführt worden.Bonaparte stand mit 43,000 Mann zwischen der Brenta und Piave. Es war mehrals wahrscheinlich, dass er den Feldzug schon in den ersten Tagen des Märzeröffnen und nur wenige Hindernisse finden werde, durch die harnischen undnorischen Alpen in das Herz der österreichischen Monarchie einzudringen. In dieserbedrängten Lage hoffte man Rettung vom Erzherzog Karl. Er wurde vom Rheinnach Italien abberufen. Latour übernahm den Oberbefehl der Rhein-Armee.Der Erzherzog eilte von Lörrach nach Italien. Am 11. Februar in Coneglianoangekommen, überzeugte er sich bald von dem traurigen Zustande der italie-nischen Armee, liess sie hinter den Tagliamento zurückführen und begab sichnach Wien, um dem Kaiser einen treuen Bericht abzustatten, und die unge-säumte Absendung der nüthigen Verstärkungen und des mangelnden Kriegs-materials zu erwirken. Auf langsichtige Versprechungen vertröstet, die nie inErfüllung gehen sollten, kehrte der Erzherzog nach Italien zurück und langte am4. März in Udine an. Sein Ruf erweckte das Vertrauen der Truppen. Sein Eiferund seine Strenge stellten in kurzer Zeit die Disciplin wieder her, die bei einigenAbtheilungen durch die beklagenswerthen Ereignisse der jüngsten Zeit gelockert