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Bamberg nach Sclrwcinfurt zurückziehende feindliche Armee durch leichte Truppenverfolgen und durch tägliche Gefechte beunruhigen, und schlug von Bambergaus mit der Hauptarmee den geraden Weg nach Würz bürg ein. liier wurdeJourdan am 3. September noch entscheidender geschlagen als bei Amberg, undzog sich mit bedeutendem Verluste eilends über Wetzlar an die Lahn zurück. DerErzherzog folgte seinem Gegner mit der Stärke seines Heeres über AschafFenburg,liess ihn durch eine von Kray ausgeführte Demonstration in der Stellung beiWetzlar festlialten, und erzwang am 16. September gegen die von Mainz undEhrcn-breitstein herbeigeeilte Division Marco au den Lahn-Übergang bei Limburg undDietz. J ourdan liess nun die Division P o n c e t (Nachfolger Marceau’s, der, am 19.bei Höchstebach tödlich verwundet, am 21. in Altenkirchen starb) bei Bonn überden Rhein gehen, und zog sich hinter die Sieg zurück. Er trat am 22. vom Ober-Commando zurück. Sein Nachfolger Bournonville führte, mit Ausnahme derDivision Lefevre, welche bei Düsseldorf stehen blieb, sämmtliche Truppenüber den Rhein. Ein Waffenstillstand schloss den Feldzug gegen die Sambre- undMaas-Armee. Der Erzherzog hatte somit Böhmen gerettet und einenTheil seiner Aufgabe gelöst. Jetzt galt es noch, die feindliche Rhein-undMosel-Armee vom deutschen Boden zu vertreiben. Der Erzherzog übertrug demFeldmarschall-Lieutenant Werneck die Verteidigung des Landes zwischen derLahn und Sieg, stellte ihm zu diesem Ende 43 Bataillone und 78 Schwadronenzur Verfügung, und setzte sich mit 19 Bataillonen und 37 Schwadronen gegen denMain in Marsch. Ecldzeugmeister Latour war, wie erwähnt, gegen Moreauam Lech zurückgeblieben. Der französische Feldherr ging am 24. August in dreiColonnen über den Fluss, schlug seinen Gegner bei Friedberg und nöthigte ihnzum Rückzug hinter die Isar, wodurch er sich vom Erzherzoge entfernte. Dasunnöthige Gefecht hei Geisenfeid warf Latour hinter die grosse Laber zurück,und nur Moreau’s Unentschlossenheit ist es zuzuschreiben, dass die Österreichernicht bis hinter den Inn zurückwichen. Während dieser nämlich zaudernd herum-tasteto und durch eine verspätete Diversion auf das linke Ufer der Donau dieVereinigung mit Jourdan wieder anbahnen wollte, war Letzterer bereits48 Meilen von ihm entfernt. Die Gewissheit dieser gefährlichen Trennung bewogMoreau endlich, den Rückzug gleichfalls anzutreten. Er wich an die Saar zurück, sahsich aber in seinen beiden Flanken (links von Nauendorf, rechts von Frehlich)so eingeengt, dass ihm Ende September nur noch die beschwerliche Strasse durchdas Kinzig- und Höllenthal oflen blieb. Zwar schlug er seinen hitzigen VerfolgerLatour bei Biberach (2. October), unterlag aber in der Schlacht bei Emmen-dingen (19. und 20. October) dem Erzherzog Karl, der am 29. September beiMannheim und Heidelberg über den Neckar gegangen war, am 17. October Latourim Lager bei Mahlberg an sich gezogen hatte, und nun durch den folgenden Siegbei Schliengen (24. October) seinen Gegner auf das linke Rheinufer warf. Das