Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
351
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in die Stellung bei Madonna della Corona und Rivoli geworfen, dann siegte Alvintzy bei Caldieroam 12. November, zog sieh aber nach der blutigen Schlacht beiArcole vom 15. bis 17. überMontebello nach Lonigo zurück.

Feldmarschall-Lieutenaut Davidovicli war inzwischen theils über den Montebaldo, theils amrechten Ufer der Etsch vorgerückt, hatte Yaubois bei Rivoli am 17. November erneuert geschlagenund in weiterem Vorrüeken Pastrengo erreicht. Da aber Alvintzy zu dieser Zeit bereits nachOrrno zurückwich, so wurde Yaubois durch die Divisionen Augereau und Massena verstärkt, undDavidovich am 21. November bei Rivoli von Bonaparte besiegt. Er zog sich theils im Etschthale,theils über den Montebaldo nach Ala und Ravazone zurück. Alvintzy, den die Nachricht diesesUnfalles am 23. November bei seinem erneuerten Yorrücken gegen die Etsch ereilte, die er unter-halb Verona übersetzen wollte, um sich mit dem Tiroler Corps zu vereinigen, ging nun hinter dieBrenta zurück. Ein verspäteter Ausfall, den Wurmser mit S000 Mann an eben diesem Tage unternahm,blieb ohne Folgen.

In den ersten Tagen des Jänner 1797 eröffnete Fcldzeugmeister Alvintzy den sechstenFeldzug mit einem abermaligen Aufbruche zum Entsätze Mantuas. Sein Heer zählte gegen

50.000 Streiter. Da es aber ungeachtet der zu wiederholten Malen gemachten Erfahrungen wiederin 6 Colonnen zersplittert wurde, so endigte dieser vierte Versuch eben so unglücklich wie diefrüheren. Zwar vereinigten sich die ersten vier Colonnen in der Nacht vom 13. Jänner in der Linievon Caprino bis zu den Höhen von San Marco, wurden aber am 14. von Bonaparte bei Rivoligeschlagen und nach dem oberen Montebaldo zurückgeworfen. Feldmarschall-Lieutenant Proverasetzte mit der 6. Colonne an eben demselben Tage bei Anghiari über die Etsch, und kam unter stetenGefechten am 15. bei San Giorgio (Vorstadt Mantuas) an, wo er von Bonaparte ereilt und zurErgebung gezwungen wurde.

Alvintzy sammelte seine Truppen. Sein rechter Flügel (20,000 Mann in Tirol) wurde EndeJänner bis Salurn gedrängt. Der linke Flügel (16,000 Mann) stand hinter der Piave bei Conegliano,die Franzosen in der Gegend von Padua. Mantua fiel am 4. Februar durch Hunger.

Bonaparte rückte in den Kirchenstaat ein, und schloss mit dem Papste den Frieden vonTolentino.

Am 4. März 1797 übernahm der Erzherzog Karl den Oberbefehl der Armee in Italien.Diese war in den ersten Monaten dieses Jahres von der Rhein-Armee (22,000 Mann) und ausdem Innern der Monarchie (12,000 Mann) verstärkt worden, und erwartete aus der Grenze noch

13.000 Recruten. Die Vorhut (10,000 Mann) stand an der Piave; das Gros (14,000 Mann) amTagliamento; die Reserve (4000 Mann) bei Pontafel.

Feldmarschall-Lieutenant Kerpen hatte mit 24,000 Mann (worunter 10,000 Landesschützen)in Süd-Tirol bei Salurn Stellung genommen.

Nach Carnots grossartigem Entwürfe sollte Bonaparte mit 60,000 Mann nach Inner-Öster-reich Vordringen, und sich dort mit Moreau vereinigen, welcher diese Verbindung über Tirolund Salzburg zu eröffnen hatte, während Hoche die österreichische Rhein-Armee in Deutschlandzu beschäftigen und festzuhalten beauftragt war. Da aber Bonaparte seine Bewegungen früherendigte, ehe die beiden anderen Generale den Rhein überschritten, so scheiterte dieser kühnentworfene Plan.

Die active französische Armee von Italien bestand in den ersten Tagen des März aus

61.000 Mann. Der rechte Flügel und die Mitte (43,000 Mann) standen in Friaul; der linke Flügel