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1 (1857)
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(Joubert mit XS,000 Mann) in Tirol. Die Mark Ancona, Verona, Mantua, Livorno und andereStädte waren mit 18,000 Mann besetzt.

Bonaparte überschritt am 12. März die Piave und erzwang am 16. den Übergang desTagliamento. Erzherzog Karl zog sich vor der Übermacht hinter den Isonzo, und unter stetenGefechten (Longarone, Gradiska, Casa sola, Flitscher Klause, Saifnitz, Predil) durch die carnischenAlpen nach Villach. Bei IClagenfurt vereinigte sich das Friauler Corps (28. März), zählte abernur mehr 11,000 Mann. General Seckendorf zog sich mit 4000 Mann durch Ivrain nachSteiermark.

Joubert, welcher nach den Ereignissen inFriaulumGOOOMann verstärkt worden war, eroberteam 17. März die österreichische Stellung bei Salurn. Feldmarschall-Lieutenant Kerpen ging nachBrisen, General-Major Loudon aus dem Val di Kos über Botzen nach Meran zurück. Kerpen bestandbei Brisen (24.) und Mittelwalde (25.) Gefechte und zog sich nach Sterzing.

Am 27. März erhielt der Erzherzog Nachricht von den Vorgängen in Tirol. Er zog sichhinter die Gurk. Die Franzosen rückten in IClagenfurt, eine andere Colonne, die dem GeneralenSeckendorf folgte, in Laibach ein. Nach den Gefechten bei Friesach, TJnzmarkt und Judenburg(2., 3. und 4. April) wurde am 7. April zu Leoben AVaffenstillstand geschlossen. Feldmarscliall-Lieutenant Spork stand zu dieser Zeit mit den vom Rhein eingetroffenen Truppen in Salzburg undIiastadt. General Pittoni deckte das Küstenland mit 4000 Mann; Croatien wurde durch 20,000 Mann(National-Truppen) vertheidigt.

Die Ereignisse, welche während des .siegreichen Vordringens der französischen Hauptarmeeim Rücken derselben vorfielen, hatten Bonaparte zum schleunigen Abschlüsse des Waffenstillstandesbewogen.

Oberst-Lieutenant Casimir (Pittonis Nachfolger) eroberte Fiume, Lippa und Triest (14. April).Das französische Heer in Tirol (unter Joubert und Serviez) sah sich nach einigen Gefechten(Glanig u. a.) am 4. April zum Rückzuge genöthigt, den Esterer durch das Pusterthal nachICärnthen, Letzterer über Salurn, Trient nach Italien antrat. Sie wurden von Kerpen und Loudonbis zum 12. April verfolgt.

Der vom venetianischen Senate heimlich unterstützte Aufstand der venetianischen Terra formaund der Stadt Verona beschäftigte einen beträchtlichen Tlieil des französischen Heeres, und drohtedurch die Annäherung des österreichischen Generals Loudon bedenklich zu werden. Die Nachrichtdes Waffenstillstandes hemmte indessen die Bewegung der Österreicher. Die Insurgenten unterwarfensich nach blutigen Kämpfen (24. April).

Am Rhein hatte Feldzeugmeister Latour nach des Erzherzogs Abberufung nach Italiendas Obercommando übernommen. Der rechte Flügel seines Heeres (Feldmarschall-LieutenantBaron Werneck mit 51,000 Mann) stand an der Lahn und hielt Mainz und Ehrenbreitsteinbesetzt.

Die Mitte (Feldzeugmeister Latour mit 36,000 Mann) cantonirte am Mittelrhein und versahdie Besatzungen von Mannheim und Philippsburg.

Der linke Flügel (Feldmarschall-Lieutenant Graf Sztäray mit 43,000 Mann) am Oberrhein undbesetzte Ingolstadt.

Die beiden französischen Heere am Rhein zählten zusammen gleichfalls gegen 130,000Streiter. Hoche stand mit der Sambre- und Maas-Armee (70,000 Mann) zwischen Düsseldorf undCoblenz; Moreau mit der Rhein- und Mosel-Armee (60,000 Mann) von Hüningen bis Zweybrück.