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Bonaparte überschritt am 7. den Po bei Piacenza, warf Lipthay nach Pizzighettone zurück,erkämpfte den Adda-Übergang gegen Feldmarscliall-Lieutenant Sebottendorf bei Lodi am 10. Mai,und folgte Beaulieu, welcher über Crema hinter den Mincio zog und bei Koverbella lagerte.Die Franzosen besetzten Mailand und blockirten die Citadelle, die sich am 29. Juni ergab.
Bonaparte setzte am 30. Mai bei Borghetto und Peschiera über den Mincio. Beaulieu zogsich über Campora ins Etschthal nach Dolce, Roveredo und Caliano. Massena hielt auf der Linievon Verona über Rivoli und la Corona bis Fort Fuentes. Augereau und Vaubois rückten in denKirchenstaat, besetzten Bologna, Ferrara und Fort Urbino, und nöthigten den Papst zu einemWaffenstillstände. Dann zog Vaubois nach Livorno und nahm diese Seestadt in Besitz. GeneralSerrurier bloclcirte seit 5. Juni die Festung Mantua, in welcher der Feldmarschall-LieutenantGraf Canto d’Yrles dieVertheidigung leitete.
Feldzeugmeister Beaulieu verliess die Armee am 21. Juni. Am 26. Juni übernahm Feld-marsehall Wurmser das Armee-Commando, und brach am 29. Juli mit 47,000 Mann in 4 Colon-nen aus den Tiroler Gebirgen hervor. Massena wurde von Montebaldo vertrieben, und am 30.nach Castelnuovo geworfen. Der rechte Flügel der Österreicher drang gegen Brescia, der linkegegen Verona vor. Verona und Brescia wurden genommen. Am 31. drangen die Österreicherlinks am Mincio, rechts an dem Lago di Garda vor. Am 1. August war Mantua entsetzt. DieSchlacht bei Castiglione (5. August) warf aber Wurmser wieder mit sehr geschwächtemHeere nach Süd-Tirol zurück. Er übertrug dem Feldmarschall-Lieutenant Davidovich (20,000Mann) die Vertheidigung der Tiroler Grenzen, und sammelte bei Bassano 33,000 Mann, mit welchener Mantua zu entsetzen hoffte. Da aber Bonaparte gleichzeitig einen Angriff auf Tirol beschlossenhatte, und seine Bewegungen schon am 1. September begannen, so stiessen die Colonnenspitzenam 3. aufeinander. Die Gefechte an der Etsch, bei Roveredo, Trient, Lavis, an der Brenta beiPrimolano und Bassano endigten nachtheilig für die Österreicher und schnitten Wurmservon Tirol ab. Er eilte über Vicenza nach Legnago, brach sich bei Cerea und Castellaro Bahn,und erreichte die Nähe Mantua’s am 12. September mit 12,000 Mann; wurde aber hier am 14.und 15. angegriffen und in die Festung geworfen. Die Besatzung erreichte nun die Stärke von29,000 Mann, darunter 15,000 Dienstbare.
Die Franzosen besetzten die Vorstadt St. Giorgio und blockirten Mantua neuerdings.Andere Abtheilungen ihrer Armee beobachteten Tirol und Friaul.
Feldzeugmeister Alvintzy erhielt die Weisung, die Reste des österreichischen Heeres inTirol und Friaul zu sammeln und zog Verstärkungen an sich. Im Monat Oetober zählte dasTiroler Corps bereits 19,000, das Friauler Corps 29,000 Mann.
Die französische Armee bestand zu dieser' Zeit aus 42,000 Mann. Kilmaine stand umMantua mit 9000, Augereau und Dumas bei Verona mit 10,000, Macquart bei Villafranca mit3,000, Vaubois bei Trient mit 10,000 und Massena bei Bassano und Treviso mit 10,000 Mann.
Die Noth in Mantua stieg von Tag zu Tag. Der Mangel an Nahrung, Arzeneien und gehö-riger Unterkunft erzeugte ansteckende Krankheiten und minderte die Zahl der Dienstbaren aufeine erschreckende Weise.
Feldzeugmeister Alvintzy beschloss, die Festung zu entsetzen und brach am 22. Oetobermit dem Friauler Corps von Görz auf, überschritt den Tagliamento und die Piave, gewann am6. November das Treffen bei Bassano und Fontaniva gegen Bonaparte und folgte dem wei-chenden französischen Heere bis Verona.
Auch Feldmarschall-Lieutenant Davidovich hatte die Division Vaubois bei Wälsch - Michael,Cembra, Trient und Caliano geschlagen (vom 2. bis 7. November) und sie auf den Montebaldo