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1 (1857)
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Während der kleine Krieg mit abwechselndem Erfolge auf der ganzen Linie fortdauerte,zog die französische Armee bedeutende Verstärkungen an sich. Sie wurde wieder in die italieni-sche und in die AIpen-Armec geschieden. Die erstere (60,000 Mann) befehligte Scherer, letztere(21,000 Mann) Kellermann.

Früher Schnee und andere Elementar-Ereignisse hatten die Gefechte auf der Vorposten-Liniefür einige Zeit unterbrochen. Als aber gegen Ende Oetober besseres Wetter eintrat, ergriffen dieFranzosen plötzlich die Offensive.

Nach einigen unbedeutenden Gefechten griff Scherer die Verbündeten am 23. Novemberauf der ganzen Linie an. Augereau rückte mit 15,000 Mann gegen Loano; Massena mit 20,000 Manngegen die Mitte (Rocco Barbena und Monte lingo) und Serrurier mit 7000 Mann gegen Colli(Monte San Bernardo).

Colli behauptete sich in seiner Stellung; dagegen wurde die Mitte der österreichischen Stellung(Feldmarschall-Lieutenant Argenteau und General Lipthay) bei Loano durchbrochen, und derdadurch im Rücken bedrohte linke Flügel derselben nach einer hartnäckigen Vertlieidigung zumRückzuge genöthigt.

Foldzeugmeister Graf Wallis (Nachfolger des erkrankten DeVins) führte die Truppen überFinale nach Aqui. Ein am 2S. November wiederholter Angriff der verstärkten Colonne Serruriersnöthigte auch Feldmarschall-Lieutenant Colli, den Monte San Bernardo zu verlassen und nachCeva zurück zu weichen.

Die gegenüberstehenden Heere bezogen Winterquartiere; die Franzosen in der Riviera längsder Meeresküste, Colli in der Ebene von Savigliano, die lombardische Armee theils in Piemont umAsti, Alessandria, Tortona, theils in der Lombardie.

Nach einer ungestörten Winterruhe wurde von Österreich der Waffenstillstand für die Rhein-Armeen am 21. Mai 1796 gekündigt und der fünfte Feldzug in Deutschland eröffnet.

Feldmarschall Graf Wurmser, Nachfolger Clerfayts, stand mit 86,000 Mann (der Ober-rhein-Armee) am rechten Ufer von Ilüningen bis Mannheim, am linken bei Kaiserslautern. Ihmgegenüber hielt General Moreau mit 78,000 Mann (der Rhein- und Mosel-Armee).

Erzherzog Karl befehligte die Niederrhein-Armee (100,000 Mann). Er selbst stand mit71,000 Mann hinter der Nahe und Alsenz; 25,000 Mann unter dem Feldzeugmeister Prinz Württem-b e r g an der Sieg und Lahn. Mainz, Elirenbreitstein, Königstein und Frankfurt waren zusammen mit7000 Mann besetzt.

Dem Erzherzoge und dem Prinzen von Württemberg gegenüber cantonirto Jourdan amlinken Rheinufer mit der Sambre- und Maas-Armee (74,000 Mann). Er eröffnete die Feindselig-keiten mit dem Angriffe auf Altenkirchen (4. Juni), drängte den Prinzen von Württemberg überdie Lahn und blockirte Ehrenbreitstein. Feldzeugmeister Graf Wartensleben übernahm das Corpsdes Prinzen.

Jourdan liess auch seine Mitte bei Neuwied über den Rhein an die Lahn rücken. Nur Moreaublieb mit dem rechten Flügel am linken Rheinufer zur Beobachtung des Erzherzogs Karl.

In Folge der unglücklichen Ereignisse in Italien, die wir später erzählen werden, zogen inden ersten Tagen des Juni 25,000 Mann von den beiden Rhein-Armeen nach Italien. Ihr Abgangnöthigte die kaiserlichen Feldherren, sich auf die Vertheidigung zu beschränken.

Erzherzog Karl führte sein Heer hinter die Glan zurück. Sein Rückzug wurde von Moreaubeunruhigt, welcher bis in die Nähe von Mainz vordrang. Des Feldzeugmeisters W artensieb en