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Die beiden französischen Heere, das der Alpen und jenes von Italien, drangen nach einigenmissglückten Versuchen gegen den grossen und kleinen Mont Cenis im Monate April durch dieneutrale westliche Reviera Genua’s nach Oneglio und Loano vor.
Die österreichische Armee der Lombardie sammelte sich nun bei Pavia, Alessandria undTortona. Peldmarscliall-Lieutenant Argenteau (der linke Flügel der alliirten Armee) wurde am17. April bei Omca geschlagen. Die Franzosen eroberten den kleinen Bernhard, die Stellungan der Roja und die Festung Saorgio. Die Mitte der Verbündeten zog sich über den Col di Tenda(7. und 8. Mai 1794) zurück. Die Franzosen besetzten den Mont Genevre und nahmen den MontCenis, verhielten sich aber dann, da ein Theil der Alpen-Armee nach Frankreich abberufen wurde,eine Zeit lang ruhig.
Ein Theil des piemontesiselien Heeres (der Herzog von Montferrat) stand im Thale von AostaDe Vins mit der Hauptmacht zwischen Saluzzo, Cuneo und Mondovi; die Vorhut der lombardischenArmee zu Bra und Clierasco; das Gros derselben an der Bormida.
Ende Juli rückten die Franzosen aus dem Hochgebirge neuerdings zum Angriffe herab.Indessen lähmte Robespierre’s Sturz ihre Bewegungen. Sie zogen wieder in die Berge und dieRiviera zurück.
Anfangs September nahten die Franzosen der Stadt Savona. General Türkheim rücktemit einigen Abtheilungen der lombardischen Armee nach Altäre und Malere, die DivisionColloredo von der Bormida nach Cairo vor, von wo sie nach mehreren heftigen Gefechten(Carcare, Milessimo, Cossaria und Dego) nach Aqui zurückging und sich dort mit der lombar-dischen Armee vereinigte.
Die Armee von Italien kehrte in die Riviera zurück. Die Alpen-Armee blieb in ihrer frü-heren Stellung.
Ein Theil der lombardischen Armee blieb bei Aqui, Alessandria und Vogliera stehen; diegrössere Hälfte ging über den Po zurück und bezog in der Lombardie Winterquartiere. Dasösterreichisch-piemontesisclie Corps (Feldmarschall-Lieutenant Colli) wurde in den Raum zwischendem Po und der Bormida verlegt. Die von den Gebirgsthälern in die Ebenen führenden Strassenwurden von den Piemontesen besetzt.
Zu Anfang des vierten Feldzuges 1795 schied der Rhein die feindlichen Heere.Mainz und Luxemburg wurden von den Franzosen blockirt. Feldzeugmeister Clerfayt stand mit63,000 Mann von der Roer bis an die Lahn. Alvintzy mit 30,000 Mann in Holland, wurde aber,wie bereits erwähnt, im Monate März von preussischen Truppen abgelöst. Feldmarschall BaronBender stand mit 12,000 Mann in Luxemburg. Die kaiserliche Armee des Oberrhein dehnte sichvom Neckar bis Baselaus. Sie zählte, mit Einschluss der Besatzungen von Mainz, Ehrenbreitsteinund Philippsburg, 92,000 Mann, und wurde von dem Herzoge Albert befehligt.
Feldmarschall Graf Clerfayt übernahm am 20. April das Commando beider Rhein-Armeen(des Ober- und Niederrheins) und verlegte sein Hauptquartier nach Grossgerau.
Der zu Basel am 5. April Unterzeichnete Separatfrieden zwischen Preussen und Frankreich,und die Unterhandlungen, welche von einzelnen deutschen Staaten und endlich von dem Kaiserselbst aufgenommen wurden (19. Mai), mögen dem Gange der Kriegsereignisse hemmend entgegengetreten sein, denn die feindlichen Heere standen einander beinahe durch den ganzen Sommerunthätig gegenüber. Erst mit eintretendem Herbste (6. September) ging Jourdan mit dem linkenFlügel und der Mitte der Sambre- und Maas-Armee bei Urdingen und Düsseldorf über den Rhein,