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1 (1857)
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Die Engländer, Hannoveraner, Hessen und Badner cantonirten um Ypern, Rousselaire undCourtray. Der Erbprinz von Oranien hielt mit der Reserve (Holländer) zwischen Huy und Mastriehtan der Maas.

Diesen Heeren gegenüber standen:

Jourdan mit der Mosel-Armee zwischen der Saar und Mosel.

Charbormier zwischen Pliilippeville und Charlemont.

Pichegru mit der Nord-Armee von Givet bis Dünkirchen.

Die kleinen Gefechte auf den Vorposten-Linien dauerton fort.

Ende März schlugen die Verbündeten Piehegrus .Angriffe bei le Cateau, Pomereil und Ors,und zogen sich dann zwischen derSambre und Schelde zusammen. Die feindlichen drei Heere (Nord-,Sambre- und Maas-Armee genannt) verstärkten sich fortwährend. Man rechnete sie zu dieser Zeit auf300,O0OMann. Die Verbündeten hatten diesen Massen gegenüber nur lGO,OOOMann zu verwenden. DerRest ihrer Truppen blieb tlieils als Besatzung in den festen Plätzen, theils in Westflandern (Feldzeug-meister Clerfayt mit 25,000 Mann), zwischen Rochefort und Bettignies (Feldzeugmeister Kaunitz mit27,000 Mann), beiDenain (6500 Mann), bei la Laino dOr (4000 Mann) und bei Arlon (Feldmarschall-Lieutenant Bcaulieu mit S000 Mann.

Kaiser Franz musterte die zur Offensive bestimmte Armee am 16. April, und liess amnämlichen Tage die Angriffsbewegungen beginnen. Die Franzosen wurden aus ihrer verschanztenStellung zwischen Guise und Landrecy vertrieben, Landrecy eingeschlossen, und der Entsatzdurch den Sieg bei Villers en Cauchie und die Schlacht bei Cateau 26. April vereitelt. Landrecyfiel am 30. April.

Feldmarschall-Lieutenant Beaulieu zog sich, von Jourdan gedrängt, nach Luxemburg, schlugaber seinen Gegner bei Atte rt (30. April) und bezog seine frühere Stellung bei Arlon.

Feldzeugmeister Clerfayt verlor gegen Pichegru das Treffen bei Moescron (29. April), undkonnte die Eroberung Menins nicht verhindern.

An der Sambre schlug Feldzeugmeister Graf Kaunitz die Angriffe der Generale Desjardins undCharbonnier zurück (22. April bis 2. Mai).

Der Herzog von York zog zur Unterstützung des Feldzeugmeisters Clerfayt nach Flandernund behauptete sich bei Coyeghem und Tournay (10. Mai). Nach einem dreitägigen Kampfe wichClerfayt von Courtray zurück.

Die Franzosen überschritten zum ersten Male die Sambre, bei Fontaine eveque undRouvroi, wurden aber von Kaunitz zurückgeworfen.

Der Kaiser verlegte nun sein Hauptquartier nach Tournay. Der allgemeine Angriff auf diefeindliche Stellung bei Courtray, Tourcoing und Lille am 16. Mai misslang. Die Verbündeten zogensich auf Tournay zurück, wurden hier von Pichegru angegriffen und schlugen ihn. Die Franzosenzogen gegen Lannoy, Waterloo und Courtray'. Charbonnier überschritt am 20. Mai zum zweitenMale die S ambre, und berannte Charleroy, wurde aber von Kaunitz bei Erqueline am 24.geschlagen, und zog sich über die Sambre zurück.

Schon am 28. ging Charbonnier zum dritten Male über diesen Fluss und belagerte Char-leroy'. Feldzeugmeister Baron Alvintzy (Kaunitzs Nachfolger) entsetzte die Festung durch dieGefechte bei Charleroy und Gosselies am 3. Juni.

Jourdan hatte indessen die Maas überschritten und Beaulieu gegen Andoy gedrängt. Erkehrte nun an die Sambre zurück , und setzte mit der vereinigten Maas- und Sambre-Armee (70,000Mann) am 12. Juni zum vierten Male über die Sambre.

Die Niederlage bei Gosselies am 16. Juni warf die Franzosen wieder über den Fluss zurück.