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1 (1857)
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beendetem siebenjährigen Kriege als Fourier in die niederländische Artillerie, woer 1769 zum Lieutenant und 1777 zum Hauptmann vorrückte, und in dieser Chargein den Türkenkrieg zog.

Bei Gelegenheit eines sehr zahlreichen feindlichen Ausfalls aus Chotym aufunsere Truppen, welche sich im Dorfe Rumla festsetzen wollten, rückte er, damalsHauptmann im 3. Regimente, freiwillig mit 3 Kanonen vor, eilte unserer in beiden Flan-ken angegriffenen Infanterie zu Hülfe und trieb durch die getroffenen Anstalten unddas lebhaft unterhaltene Feuer den Feind bis in die Stadt zurück. Diese Tliat wurdemit seiner Ernennung zum Major gelohnt. BeiFokschan, namentlich aber beiBestürmung desMonastors gabRoos neue Beweise unermiideten Eifers und Tapfer-keit, und wurde Oberst-Lieutenant, insbesondere aber in der Schlacht bei Marti-nes tj e, wo seine einsichtsvollen Anordnungen mit der Artillerie und ihre Anwen-dung von so entscheidender Wirkung waren, dass der commandirende General ihmalle Gerechtigkeit widerfahren liess. Noch grösser war sein Verdienst bei der Bela-gerung von Giurgewo; er hatte sich in den zwei ersten feindlichen Ausfällen am2. und 3. Juni 1790, wo das Geschütz des engen Raumes wegen nicht agirenkonnte und Gefahr lief verloren zu gehen, freiwillig an die Spitze der Truppengestellt, zur Ausdauer aufgemuntert und den Feind zum Rückzuge gezwungen,und nach Degagirung der Geschütze diese zum Zwecke der Beschiessung derFestungswerke auf den hiezu bestimmten Punct auffahren lassen. Roos erhielt dasRitterkreuz und wurde im Jahre 1793 in den Freiherrnstand erhoben.

Im französischen Kriege zeichnete sich der tapfere Officier bei Valenciennesund le Quesnoy aus und rückte zum Obersten, 1797 zum General-Major vor. Inder Schlacht bei Magnano (5. April 1799) führte Roos, als unsere erste Colonnezum Weichen gebracht wurde, die Batterien an den Feind, bei welcher Gelegen-heit er durch einen Schuss am Kopfe verwundet wurde.

Nach dem Luneviller Frieden zum Director der Artillerie im Venetianischenernannt, wohnte Roos dem Feldzuge 1805 als Feldmarschall-Lieutenant und Feld-Artillerie - Director in Italien bei, kam dann nach Prag und trat im Jahre 1812mit Feldzeugmeisters-Charakter in Pension. Er starb zu Wien am 3. Februar 1814.

GAVASIRI, Alois Graf, General-Major, von einer alten rheinischen Familieabstammend, war zu Bonn 1762 geboren und im 16. Lebensjahre Fähnrich beidem Infanterie - Regimente Graf Pellegrini Nr. 49. Im Mai 1784 zum Unter-lieutenant befördert, kam Gavasini nach einigen Monaten als Oberlieutenant zudem in Frankreich kurze Zeit vorher errichteten Freibataillon Stein, welcheswährend der holländischen Schelde-Streitigkeit in den Niederlanden stationirt -war,nach der noch im Laufe des Jahres 1784 erfolgten Auflösung dieses Freibataillonsaber in das frühere Regiment zurück, in welchem er bei Ausbruch des Türken-krieges zum Hauptmann vorrückte.