Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
325
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Der Türkenkrieg bot ihm Gelegenheit, bei der Berennung der FestungGiurgewo (2. Juni 1790) sich auf das Rühmlichste auszuzeichnen. Als Ilaupt-mann Baron Dalvitz von Grossherzog Toscana-Infanterie durch einen starkenAusfall des Feindes verwundet worden, und seine Freiwilligen die Stadt nächstder Festung bis zu dem Hohlwege dem Feinde überlassen mussten, löste sicGavasini mit 100 Mann ab, und entschloss sich, den Feind aus den nächstenHäusern und Gärten nicht nur zu vertreiben, sondern auch so weit zu verfolgen,bis er das Ausfallthor zu recognosciren im Stande sein werde. Mit einem Verlustevon nur 35 Mann gelang ihm dieses Vorhaben vollkommen, so wie er die fünfmalwiederholten Angriffe des Feindes muthig zurückschlug. Am folgenden Tage(3. Juni) wurde Lieutenant von Hengsberg durch einen feindlichen Ausfall völligumrungen und dadurch unsere noch nicht ganz vollendete Wasserbattcrio ander Donau ernstlich bedroht. Gavasini, dies wahrnehmend, wirft sich auchhier aus freiem Willen mit 40 Mann dem Feinde entgegen und drängt ihn zurück.Am Knie verwundet, sammelt und ordnet er die versprengten Arbeitsleute wieder,und als der Commandant des .Nebenpostens kampfunfähig gemacht wird, über-nimmt Gavas ini freiwillig auch das Commando dieses Postens und behauptetsich daselbst so lange, bis eine neue Contusion und eine Schiesswunde ins Gesichtihn nöthigt den Kampfplatz zu verlassen. Das Ritterkreuz wurde ihm als einewohlverdiente Belohnung für diese ausgezeichneten Thaten.

Nachdem crimSeptember 1793 zum Major imRegimente befördert worden und1794 bei der Wiedereroberung derWeissenmau er-Posten erneuert sich hervorgethanhatte, gab er am 15. December 1795 bei der Einnahme der feindlichen Stellungvor Trier neue Proben von Muth und Unerschrockenheit, rückte im April 1796 zumOberst-Lieutenant vor, und erhielt das erledigte Grenadier-Bataillon Wei d enfel d,mit welchem er, bei der Armee in Italien eingetheilt, sich im Treffen bei Bassanohervorthat und nochmals blessirt wurde. Hierauf zum Obersten und Rcgiments-Commandanten ernannt, führte er im Feldzuge 1799 das Regiment in der Schlachtbei Stockacli mit Ruhm an, zeichnete sich am 14. Mai bei dem Angriffe auf Grau-bündten aus, drang am 19. bisWallenstädt vor, wo er, mit Übermacht angegriffen,eine kleine Colonne in des Feindes rechte Flanke entsendete und denselben beicinbrecliender Nacht mit Verlust bis Murk zurückschlug. Am 25. desselben Monatshatte er mit 4 Compagnien des Regiments und 1 Division der Brooder Grenzer dasDorf Näffels und den Feind in Flanke und Rücken angcfallen, und bei dieserGelegenheit 1 Brigade-Chef, 17 Officiere und 409 Mann gefangen genommen.Anfangs Juni stand Gavasini mit einer Colonno im Canton Schwiz bei Maria-Einsiedl, um den Feind im Rücken zu bedrohen. Im März 1800 zum General-Major befördert) wirkte Gavasini im Frieden gleich erfolgreich zum Nutzendes Allerhöchsten Dienstes und war im Jahre 1809 als Brigadier bei der Reserve-Armee in Inner-Österreich verwendet. Nach Beendigung dieses Feldzuges ging