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1 (1857)
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Regiments in Gefangenschaft gerieth. Ranzionirt, zeichnete sich Lusignan imJahre 1794 beiMerzig sehr rühmlich aus. Mit einem Bataillon vertheidigte erdiesen Ort am 6. Mai den ganzen Tag über gegen 900 Feinde, und wurde inAnerkennung dieser Bravour im Juni desselben Jahres Oberst und Commandantbei Ivlebeck-Infanterie Nr. 14. Er stand nun bei der Rhein-Armee und erntete neueLorbern für das tapfere Verhalten bei Eroberung des Hartenberges vor Mainz, beider Einnahme der Nekerau vor Mannheim am 18. October, und bei der Vcr-theidigung von Edisheim im December.

In Italien war aber Lusignan, als Commandant der ersten Colonno bestimmt,bei dem Angriffe auf Rivo li am 14. Jänner 1797 dem Feinde in Rücken zu fallen,unglücklich und entkam mit genauer Noth der Gefangenschaft. Zwei Jahre späterfocht er auf demselben Boden als General-Major. Bei Torre di Garofola am16. Mai 1799 mit Übermacht angegriffen, setzte sichLusignan sogleich mit den beiSanGiuliano stehenden 5 russischen Bataillonen unter General Fürst Bagration inVerbindung und jagte die Franzosen über die Bormida nach Marengo zurück. Inder Schlacht bei Novi (15. August) griff er mit seiner Brigade mit unglaublicherTapferkeit unter dem heftigsten Feuer die vorgelegenen Anhöhen an, überwandalle Hindernisse und erlangte überall durch neue errungene Siege reichlichenLohn. Dieser würde für die Truppe noch weit angenehmer gewesen sein, wenner nicht durch den Unfall verbittert worden wäre, dass der tapfere GeneralLusignan, der dreiBlessuren erhielt, auch sein Pferd unter sich verlor, gefangengenommen wurde; aber auch da schienen die Truppen den Verlust ihres Führersrächen zu wollen, verfolgten ihre Vortheile und verursachten dem fliehendenFeinde beträchtlichen Schaden. Im Jänner 1801 wurde Lusignan Feldmarschall-Lieutenant und im Jahre 1802 Inhaber des 16. Infanterie-Regiments.

In den Kriegen 1805 und 1809 commandirte Lusignan eine Division, standin letzterem Jahre im Corps des Feldmarschall-Lieutenants Fürsten Hohen z ollemund hatte die Brigade des General-Majors Kaiser unter seinem Commando. ImTreffen bei Hausen am 19. April focht er mit ausharrendem unerschrockenemMuthe an der Spitze seiner Truppen, wurde aber am Kopfe gefährlich verwundetund in Folge dessen am 29. Mai 1809 als Feldzeugmeister in den Ruhestand versetzt.

Lusignan starb auf seiner Herrschaft Eiwanowaz in Mähren am 23.Decem-ber 1832.

VINCENT, Karl Freiherr, Rittmeister bei Latour-Dragoner, erhielt dasRitter-kreuz für die That bei Hadessin; wurde Commandeur (s. d.) im Jahre 1806.

R00S, Andreas Freiherr, Feldzeugmeister. Von unbedeutender Herkunftzu Brüssel im Jahre 1739 geboren, errang sich Ro os die höchste Stufe in der Artil-lerie des kaiserlichen Heeres. Mit tüchtigen Kenntnissen ausgerüstet, trat er nach

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