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1 (1857)
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Schlacht hei Caldieroward er öffentlich belobt und erfreute sich des persönlichenDankes des erlauchten Feldherrn; denn Yogelsang-sGrenadiere waren es,welcheden noch unentschiedenen Sieg am zweiten Schlachttage an die Fahnen Österreichsknüpften. Der Monarch verlieh ihm das 47. Infanterie-Regiment. Bei dem Rückzugeder ArmeesollteVogelsangdieStadt Vicenza durch einige Zeit behaupten, um demHeere nach den iiberstandenen Beschwerlichkeiten einige Ruhe zu gönnen, und denZug des Geschützes und Gepäckes zu erleichtern. Mit 4 Grenadier - Bataillonen,2 Schwadronen Husaren und 8 Geschützen löste er diesen schwierigen Auftrag sovollkommen, dass er in den officiellen Berichten rühmlichste Anerkennung fand.

Nach eingetretenem Frieden wurde er Divisionär in Prag und befehligte imJahre 1809 bis zur Ankunft des Generals Bellegarde das I. Corps, zu welchemseine Infanterie-Division gehörte. Bei Aspern gab er seiner Truppe durchbesonnenenMuth und kaltblütige Tapferkeit das schönste Beispiel und wurden seine Verdienstedurch Beförderung zum Feldzeugmeister ausser dem Range gewürdiget. KurzeZeit in den Ruhestand versetzt, wurde er bald darnach zumFestungs-Commandanten,und im Jahre 1813 zum Gouverneur von Josephstadt ernannt. Kaiser Alexan der I.von Russland verlieh ihm bei einer Besichtigung dieser Festung einen kostbarenBrillantring mit seinem Bildnisse. Am 1. Mai 1817 feierte der würdige Veteransein fünfzigjähriges Dienstjubelfest, bei welcher Gelegenheit ihm Beweise beson-derer Hochachtung zu Theil wurden. Vielseitige Bildung und eine immer heitereLaune machten seinen Umgang äusserst angenehm, und diese Vorzüge bewahrte erbis zu seinem, in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1822 erfolgten Ableben.

LUSIGNAN, Franz Joseph Marquis, Feldzeugmeister und Kämmerer, Inha-ber des 16. Infanterie-Regiments, stammte aus einer alten spanischen Familie undwar zu Jaca in Arragonien am 23. Juni 1753 geboren. Mit 18 Jahren wurde erCadet bei Ferraris-Infanterie und erhielt bei Beginn des bayerischen Erbfolge-krieges eine Hauptmannsstelle bei dem neu aufgerichteten galizischen FreicorpsPotocky. Nach Reducirung desselben kam er in sein früheres Regiment und 1781zu Bender Nr. 41. Als Major, seit Jänner 1789, hatte sich Lu signan gegen dieniederländischen Insurgenten bei Rochefort im Lütticlischen in der Art aus-gezeichnet, dass ihm das Ritterkreuz zuerkann^ wurde. Am 24. März 1790unternahm der Feind mit 4000 Mann einen Angriff auf unsere vor dem genanntenOrte aufgestellten Vortruppen, indem er in drei Colonnen heranrückte. Der zuIlumain aufgestellte Major Lusignan, von dem Vorhaben des Feindes in Kcnnt-niss gesetzt, beschloss demselben mit 400 Mann entgegen zu rücken und ihn anzu-greifen; dies geschah mit so grossem Erfolge, dass die Insurgenten mit bedeutendemVerluste zurückgeworfen bis Rochefort verfolgt wurden. Zum Oberst-Lieutenantbefördert, kämpfte Lusignan in der Schlacht bei Jemappes am 6. November 1792,dann im Treffen von Vivier lAgeau am 2. December, wo er mit 200 Mann des