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1 (1857)
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Bei dem Sturme auf das verschanzte feindliche Lager von Kalefat (26. Juni 1790)hatte der mittlerweile zum Genoral-Major beförderte Graf Liechtenberg denrechten Flügel geführt und mit seiner Artillerie die feindlichen Tschaiken sowirksam beschiessen lassen, dass zwei derselben in den Grund gebohrt, mehrereaber sehr beschädigt wurden. Hierauf drang er mit ausgezeichneter Bravour ander Spitze des Leib-Bataillons von Stain-Infanterie über die feindlichen Verschan-zungen und zwang den Feind zur Flucht. Darnach liess er dieses Bataillon einCarre formiren und eilte zu dem noch im Kampfe verwickelten Bataillon vonErzherzog Karl, welches, durch sein Beispiel ermuntert, auch seinerseits die Türkenbis an die Donau zurücktrieb. Liechtenberg ward mit dem Ritterkreuzebelohnt und leistete auch in denerstenFeldzügendesfranzösischenKrieges erspriess-liclio Dienste, namentlich bei Erstürmung der Weissenburger Linien am 13. Octo-ber 1793, wo er die Avantgarde der erstenColonne, unterFeldmarschall-LieutenantPrinz Waldeck, führte und mit dem RegimenteErzherzog Ferdinand und demdritten Bataillon Erzherzog Karl die Franzosen aus Seltz mit dem Bajonete ver-trieb. Liechtenberg starb zu Döbling bei Wien am 12. Juli 1801.

Werkeck, f ranz Freiherr, General-Major, für Mehadia und Belgrad;wurde 1796 Commandeur (s. d.).

FUNK vonSenftenau, Karl, zu Ansbach im Jahre 1744 geboren, tratjung in die Reichs-Artillerie ein, machte den siebenjährigen Krieg mit und war im20. Lebensjahre Hauptmann. Mit vorzüglichen Kenntnissen ausgestattet, war ihmalsbald bei der k. k. Armee in dieser Waffe Bahn gebrochen und er bereits vorEröffnung des Türkenkrieges Oberst-Lieutenant im 3. Regimente. Bei der Belage-rung von Belgrad war Funk vom 14. September bis zum Tage der Capitulation(8. October 1779) weder bei Tage noch bei Nacht aus den Trancheen gekommen.Schon am 15. griffen die Türken eine noch nicht beendete Redoute, von 7 Tschai-ken und einem heftigen Kanonenfeuer unterstützt, aus der oberen und unterenFestung an, und würden sich derselben bemächtiget haben, wenn nicht Funkdie Geschütze selbst eingeführt und ein wohlgezieltes Feuer eröffnet hätte.

Als Commandant der Artillerie auf der Savespitze leistete Funk wesentlicheDienste, namentlich in der letzten Nacht vor dem Sturme, wo er auf der Kriegs-insel eine Batterie von 16 Geschützen aufführte, und dadurch den einzigen mög-lichen Rückzug des Feindes aus der Festung vereitelte. Mit dem Ritterkreuzeausgezeichnet und zum Obersten befördert, leitete er 1792 das Bombardementauf Thionville, und wurde 1793 General - Major. Seine Verwendung in denweiteren Kriegen des vorigen Jahrhunderts war eine höchst erspriessliche. DieVertheidigung der Posten bei Maubeuge am 6. und 7. Octobcr, die Leitung derArtillerie bei der Belagerung von Fort Louis, die tapfere Vertheidigung unserer