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1 (1857)
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jährigen Kriege bei Belgiojoso-Infanterie Nr. 44, that sich hei Ilochkirch undMaxen hervor, wohnte der Belagerung von Dresden hei und rückte im Laufe diesesKrieges bis zum Hauptmann vor. Im Jahre 1770 war er Major im 26., drei Jahredarnach Oberst-Lieutenant in dem früheren Kegimente. Türkheim kam 1777neuerdings in das 26. Infanterie-Begiment Ri esse, wo er im August 1781 zumObersten avancirte und im Türkenkriege mit zwei Bataillonen vor Scmlin stand.

Im Jänner 1789 zum General-Major befördert, hatte er sich während derBelagerung von Belgrad (1789) ununterbrochen durch freiwillig in denTran-cheen hei Tage und Nacht bezeugten Eifer, durch kluge Dispositionen, Auf-munterung der Arbeiter, so wie durch Tapferkeit und Standhaftigkeit in Gefahrenund namentlich dadurch ausgezeichnet, dass er einen am 19. September vomFeinde unternommenen Ausfall, wodurch unser linker Flügel umgangen zu werdenbedroht wurde, durch kluge, thätige und herzhafte Anstalten vereitelte und nichtnur der Belagerung grossen Vorschub leistete, sondern auch hauptsächlich diedrohende Gefahr und Unordnung abzuwenden verstanden hatte. Das Ritterkreuzwurde ihm einstimmig zuerkannt.

Türkheim starb als Feldmarschall-Lieutenant am 13. December 1798 im57. Lebensjahre.

LlECHTENBERG, Kajetan Graf, General-Major, einem altadeligen fränkischen,vor mehreren Jahrhunderten in die kaiserlichen Staaten eingewanderten und 1680zur Grafenwürde gelangten Geschlechte entsprossen, war zu Laibach geboren.Als Fähnrich' bei Harsch-Infanterie zog er in den siebenjährigen Krieg, undwohnte allen Schlachten und Belagerungen bei, welche das Regiment mitmachte.Den bayerischen Erbfolgekrieg machte Liechtenberg als Oberst-Lieutenantmit und wurde im Mai 1784 Oberst bei Kaiser-Infanterie. Da dieses Regiment anden Kriegen gegen die Türken nur theilweise Antheil nahm, so bat Liechten-berg um die Versetzung zu einem vor dem Feinde stehenden Regimente; er wardin Folge dessen in das Infanterie-Regiment Preiss eingetheilt.

Bei dem Sturme auf das Constantinopolitaner Thor von Belgrad (30. Septem-ber) hatte er die vierte Colonne geführt und war an der Spitze der freiwilligen Grena-diere vom Regimente dAlton im heftigsten Kanonen- und Gewehrfeuer bis unterdie Pallisaden vorgedrungen. Nun fiel er mit dem linken Flügel des Bataillonsvon Nikolaus Eszterhäzyund einigen Grenadieren über die zersplitterten Pallisadenin die linke Flanke und in den Rücken des Feindes, und zwang denselben zurFlucht. Hierauf liess Liechtenberg ein Bataillon des Regiments Preiss überdie Pallisaden setzen und rückte, nachdem er alle Zugänge der rechten Flankegegen die Wasserstadt hatte besetzen lassen, in die Stadt vor. In der folgendenNacht bemächtigte er sich auch des übrigen Th eiles der Wasserstadt, vomWiddinerThor bis an die Donau, und nahm dem Feinde 6 grosse und 16 kleinere Schiffe ab.